Kinderunterernährung in Sudan erreicht katastrophale Werte
Alarmierende Zahlen
Die Analyse des IPC (Internationalen Lebensmittel- und Ernährungssicherheits-Programms) weist darauf hin, dass in den norddarfurischen Gebieten Um Baru und Kernoi akute Unterernährung bei Kindern 52,9 % bzw. 34,0 % erreicht hat – Werte, die das Hungersnothinweis‑Limit deutlich überschreiten.
Bedeutung des IPC-Alerts
Der IPC-Alarm ist kein formaler Hungersnot‑Status, soll jedoch die Dringlichkeit der Lage verdeutlichen und sofortige Maßnahmen fordern, da laut Experten ein erhöhtes Risiko für übermäßige Sterblichkeit besteht.
Hintergrund des Konflikts
Der seit April 2023 andauernde Krieg zwischen den Sudanese Armed Forces und den Rapid Support Forces hat weite Teile des Landes destabilisiert, Märkte zerstört und den Zugang zu Gesundheits‑, Wasser‑ und Ernährungseinrichtungen stark eingeschränkt.
Landesweite Prognosen
Projektionen des IPC für das Jahr 2026 erwarten rund 4,2 Millionen Fälle akuter Unterernährung im Sudan, darunter über 800 000 Fälle schwerer akuter Unterernährung – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr.
Gefahr in Greater Kordofan
In Greater Kordofan wurden bereits Hungersnot‑Phasen in Kadugli bestätigt; weitere Gebiete wie Dilling und die Westlichen Nuba‑Berge stehen vor schwerwiegenden Bedingungen. Seit Ende Oktober haben erneute Kämpfe mehr als 88 000 Menschen vertrieben, die Gesamtfluchtzahl liegt nun über einer Million.
Humanitäre Lage und Handlungsbedarf
IPC‑Analysten betonen, dass ohne ein sofortiges Ende der Kämpfe und den Ausbau humanitärer Zugänge ein signifikanter Anstieg vermeidbarer Todesfälle zu erwarten sei. Sie fordern die internationale Gemeinschaft auf, dringend Hilfsgüter zu mobilisieren und den Zugang für Hilfsorganisationen zu sichern.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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