Die Fraktion Die Linke hat im Bundestag eine Kleine Anfrage (21/7144) eingereicht, um die aktuelle Lage von Ernährungsarmut in Deutschland zu beleuchten und die Bedeutung von Kantinen in Bundes‑, Landes‑ und Kommunalbehörden zu prüfen.
Im Zentrum der Anfrage steht die Bitte um eine offizielle Definition des Begriffs „Ernährungsarmut“ sowie um aktuelle Zahlen, wie viele Menschen in Deutschland von diesem Phänomen betroffen oder gefährdet sind.
Definition und Umfang
Die Abgeordneten fordern die Bundesregierung auf, darzulegen, welche Kriterien bei der Feststellung von Ernährungsarmut angewendet werden und welche Zielgruppen – insbesondere Personen mit geringem Einkommen, niedriger Rente oder im Leistungsbezug – besonders stark betroffen sind.
Preissteigerungen und Auswirkungen
Weiterhin soll die Regierung erläutern, welche Erkenntnisse über die Auswirkungen der seit 2022 steigenden Lebensmittelpreise auf die Ernährungsarmut vorliegen und welche Maßnahmen bereits ergriffen wurden, um die Situation zu entschärfen.
Historische Entwicklung
Die Anfrage beinhaltet zudem die Bitte um eine Analyse der letzten zwanzig Jahre, um zu ermitteln, welche Bevölkerungsgruppen in diesem Zeitraum besonders stark von Ernährungsarmut betroffen waren.
Rolle der Kantinen
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung, welche Funktion Kantinen von Bundes‑, Landes‑ und Kommunalbehörden derzeit im Kontext der Ernährungsarmut erfüllen und welche Perspektiven für deren zukünftige Nutzung bestehen.
Die Bundesregierung wird aufgefordert, innerhalb der gesetzlich vorgesehenen Frist schriftlich zu allen genannten Punkten Stellung zu nehmen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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