Kleine Anfrage der Linken zu mobilen Schlachtungen im Fokus des Bundestags
Am 6. Januar 2026 hat der Deutsche Bundestag eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke zum Thema mobile Schlachtungen erhalten. Die Anfrage trägt die Nummer 21/3420 und richtet sich an die Bundesregierung.
Hintergrund der Methode
Mobile Schlachtungen bezeichnen das Schlachten von Nutztieren wie Rindern, Schweinen und Geflügel direkt auf dem Bauernhof. Durch den Verzicht auf den Transport zum Großschlachthof soll der Stress für die Tiere reduziert werden, was mit den Zielen des Tierschutzes vereinbar ist.
Anliegen der Anfrage
Die Abgeordneten fordern von der Bundesregierung Auskunft darüber, wie viele Anträge seit 2023 für Projekte mobiler Schlachtungen gestellt wurden und wie viele dieser Anträge positiv beschieden beziehungsweise abgelehnt wurden. Zusätzlich wird erfragt, ob die Bundesregierung einen Veränderungsbedarf bei der Förderung mobiler Schlachtungen sieht und welche konkreten Maßnahmen gegebenenfalls geplant sind.
Die Anfrage zielt darauf ab, Transparenz über die bisherige Nutzung und die finanzielle Unterstützung dieser Methode zu schaffen. Durch die Daten sollen mögliche Handlungsoptionen für die Agrarpolitik geprüft werden.
Mögliche Auswirkungen
Eine Ausweitung mobiler Schlachtungen könnte die Notwendigkeit von Tiertransporten verringern und damit logistische Prozesse in der Landwirtschaft verändern. Gleichzeitig könnten neue Investitionsbedarfe für mobile Anlagen entstehen, die von der öffentlichen Hand unterstützt werden müssten.
Die Bundesregierung wird aufgefordert, im Rahmen ihrer Antwort mögliche Anpassungen der Förderprogramme zu erläutern. Eine solche Anpassung könnte Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit von landwirtschaftlichen Betrieben haben, die bereits mobile Schlachtanlagen betreiben.
Die Fraktion Die Linke betont, dass die Ergebnisse der Anfrage für die zukünftige Gestaltung der Agrarpolitik von Bedeutung seien. Die Antwort wird voraussichtlich im laufenden Sitzungsjahr erteilt, wobei die übliche Frist für Kleine Anfragen berücksichtigt wird.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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