Der Bundestag hat am 30. Dezember 2025 eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (21/3401) erhalten, in der die aktuelle Krise der deutschen Film- und Serienproduktion thematisiert wird. Die Anfrage verlangt Auskunft darüber, welche Maßnahmen die Bundesregierung ergriffen habe, um rückläufige Aufträge durch Streaming‑Dienste bei deutschen Produzenten zu kompensieren.

Hintergrund der Branche

Die Produktion von Filmen und Serien in Deutschland verzeichnet seit mehreren Jahren einen Rückgang der Auftragsvolumina. Laut Branchenverbänden ist der Anteil von Streaming‑Plattformen am Gesamtmarkt deutlich gestiegen, während traditionelle Vertriebswege an Bedeutung verloren haben. Diese Entwicklung habe zu einer Reduktion der in‑Land‑Produktionen und zu sinkenden Einnahmen bei heimischen Produzenten geführt.

Inhalt der Anfrage

Die Kleine Anfrage fordert detaillierte Informationen zu bereits ergriffenen oder geplanten staatlichen Maßnahmen. Konkret werden Statistiken zu Fördermitteln, steuerlichen Erleichterungen und regulatorischen Initiativen angefordert, die darauf abzielen, die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Produzenten gegenüber internationalen Streaming‑Anbietern zu stärken.

Erwartete Antwort der Regierung

Das zuständige Bundesministerium für Kultur und Medien wird gemäß den Geschäftsordnungen des Bundestags innerhalb der laufenden Legislaturperiode eine schriftliche Antwort erarbeiten. In der Regel erfolgt die Beantwortung von Kleinen Anfragen innerhalb von sechs Wochen, wobei die Frist bei komplexen Sachverhalten verlängert werden kann.

Bisherige staatliche Unterstützungsinstrumente

Die Bundesregierung hat in den vergangenen Jahren verschiedene Förderprogramme für die Film- und Serienproduktion bereitgestellt, darunter den Filmförderungsfonds, steuerliche Anreize für Produktionsaufwände und Sonderprogramme für digitale Inhalte. Kritiker bemängeln jedoch, dass diese Maßnahmen nicht ausreichend auf die veränderten Marktbedingungen durch Streaming‑Dienste ausgerichtet seien.

Reaktion der Branche

Vertreter des Verbands Deutscher Filmproduzenten haben in Stellungnahmen betont, dass die aktuelle Situation die langfristige Planungssicherheit gefährde. Sie fordern gezielte finanzielle Unterstützung und eine Anpassung der Förderkriterien, um die Produktion von In‑Land‑Inhalten zu sichern.

Mögliche Auswirkungen neuer Maßnahmen

Eine mögliche Erweiterung der Förderinstrumente könnte zu einer Erhöhung der staatlichen Ausgaben im Kultur‑ und Medienbereich führen. Gleichzeitig bestünde das Potenzial, die Attraktivität deutscher Produktionsstandorte für internationale Partner zu steigern und die kulturelle Vielfalt im nationalen Medienangebot zu stärken.

Weiteres Vorgehen im Parlament

Nach Eingang der Regierungsantwort wird die Fraktion Die Linke die Ergebnisse im Ausschuss für Kultur und Medien prüfen. Eventuell folgen weitere Anfragen oder Initiativen, um die politischen Rahmenbedingungen für die heimische Film‑ und Serienproduktion zu verbessern.

Dieser Bericht basiert auf Informationen von Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).

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