Deutschland: Kleine Anfrage der Linken zur Repräsentanz Ostdeutscher in Führungspositionen
Die Fraktion Die Linke hat im Deutschen Bundestag eine Kleine Anfrage eingereicht, um die Verteilung von Ostdeutschen in leitenden Funktionen von Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Justiz zu prüfen. Ziel sei es, ein umfassendes Bild über den aktuellen Stand und mögliche Defizite zu erhalten.
Demografische Ausgangslage
Nach Angaben der Fraktion machen Ostdeutsche etwa 20 Prozent der Gesamtbevölkerung Deutschlands aus. Trotz dieses Anteils liegt ihr Anteil an Spitzenpositionen im Jahr 2024 bei lediglich 12,1 Prozent, sodass eine Unterrepräsentanz festgestellt wird.
Branchenübergreifende Repräsentationsraten
In Bereichen wie Wirtschaft, Kultur, Sicherheit und Zivilgesellschaft werden laut Vorbemerkung teilweise Repräsentationsraten von null Prozent verzeichnet. Diese Zahlen verdeutlichen, dass in einigen Sektoren Ostdeutsche bislang kaum in führenden Rollen zu finden sind.
Auslandsvertretungen und Goethe‑Institut‑Standorte
Die Abgeordneten fordern Auskünfte darüber, wie viele der 227 deutschen Auslandsvertretungen sowie die Standorte des Goethe‑Instituts in Ostdeutschland von Personen geleitet werden, die in Ostdeutschland geboren sind.
Bundesministerien und Fachabteilungen
Weiterhin soll ermittelt werden, welcher Anteil der Abteilungsleiter in den Bundesministerien ostdeutscher Herkunft ist. Die Anfrage zielt darauf ab, die Besetzung von FĂĽhrungspositionen innerhalb der Bundesverwaltung transparent zu machen.
Justiz, Wissenschaft und DAX‑Unternehmen
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Anteil Ostdeutscher an den obersten Bundesgerichten, in wissenschaftlichen Leitungsgremien sowie in Vorständen und Aufsichtsräten von DAX‑Konzernen. Die Ergebnisse sollen Aufschluss über die Durchdringung ostdeutscher Fachkräfte in diesen einflussreichen Bereichen geben.
Bundesbehörden in Ostdeutschland
Abschließend wird erfragt, wie viele Bundesbehörden und Bundeseinrichtungen ihren Sitz in Ostdeutschland haben und wie viele dieser Einrichtungen von Ostdeutschen geleitet werden. Damit soll die regionale Verteilung von Führungsaufgaben innerhalb des öffentlichen Sektors ermittelt werden.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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