Personen, die aufgrund von Klimakatastrophen fliehen, erhalten keinen Schutz nach internationalem Flüchtlingsrecht, wodurch ihr Risiko, staatenlos zu werden, steigt.
Hintergrund der Klimaverdrängung
Der tropische Sturm Sendong traf die Philippinen am 15. Dezember 2011, verursachte schwere Überschwemmungen in Cagayan und Iligan City und führte zu einer Vertreibung von 300 000 bis 400 000 Personen.
Globale Dimension
Die Weltorganisation für Meteorologie schätzt, dass jährlich mindestens 50 000 Menschen aus pazifischen Inselstaaten wegen klimatischer Veränderungen vertrieben werden. Inseln wie Tuvalu und Fiji gelten als besonders gefährdet.
Rechtlicher Status von Klimaflüchtlingen
Da es keine verbindliche Definition des Begriffs „Klimaflüchtling“ gibt, wurden Anträge aus Neuseeland, Australien sowie von Personen aus Kiribati und Tuvalu bislang abgelehnt.
Zusammenhang zwischen Vertreibung und Staatenlosigkeit
Staatenlosigkeit entsteht rechtlich nur, wenn kein Staat die betreffende Person als Staatsangehörigen anerkennt. Der Verlust von Staatsgebieten durch steigende Meeresspiegel kann diese Situation begünstigen.
Warum das Thema wenig Beachtung findet
Im Vergleich zu bewaffneten Konflikten oder akuten Naturkatastrophen erhalten die schleichenden Folgen des Klimawandels weniger mediale und politische Aufmerksamkeit, was den Aufbau umfassender Schutzmechanismen erschwert.
Empfohlene Maßnahmen
Experten fordern die Entwicklung neuer internationaler Rechtsrahmen, verstärkte Investitionen in Klimaanpassung, geplante Umsiedlungen und Mechanismen, die den Zugang zu Staatsbürgerschaft für betroffene Personen erleichtern.
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