Verknüpfung von Wirtschaft, Energie und Innovation
Der 17. Petersberger Klimadialog, ein jährlich stattfindendes Forum zur Vorbereitung der Weltklimakonferenz, fand jüngst in Berlin statt. In seiner Rede am zweiten Veranstaltungstag stellte der Kanzler die Notwendigkeit einer engen Vernetzung von Wirtschafts-, Energie-, Klima- und Innovationspolitik heraus und betonte, dass diese Verflechtung sich in internationalen Allianzen widerspiegeln müsse.
Paris-Abkommen als zentrale Grundlage
Der Kanzler verwies darauf, dass das Pariser Klima-Abkommen trotz aller Herausforderungen eine bedeutende Errungenschaft bleibe und gleichzeitig die zentrale Grundlage für das Handeln der Bundesregierung im Klimaschutz darstelle. Er machte deutlich, dass Deutschland seinen Beitrag leiste, aber auch das Engagement anderer Staaten erwarte.
Sicherheitsaspekte des Klimawandels
Weiterhin wies er darauf hin, dass der Klimawandel bestehende Konflikte verschärfe und neue auslösen könne. Wirtschaftliche Risiken könnten durch extreme Wetterereignisse steigen, sodass Klimaschutz auch als sicherheitspolitische Aufgabe zu verstehen sei.
Deutschlands Rolle als verlässlicher Partner
Der Kanzler betonte, dass Deutschland auch künftig ein wichtiger Akteur im internationalen Klimaschutz bleibe. Die Bundesrepublik unterstütze bereits die Energiewende in vielen Ländern und den internationalen Waldschutz. Für den Tropenwaldfonds Tropical Forest Forever Facility (TFFF) sei geplant, in den nächsten zehn Jahren eine Milliarde Euro bereitzustellen.
Wachstum sauberer Technologien
Er hob die Schlüsselrolle der Industrie als Innovationstreiber hervor und stellte fest, dass seit 2010 saubere Technologien wie Solar- und Windenergie, Kreislaufwirtschaft oder Wasserstoff in Deutschland schneller gewachsen seien als die gesamte Bruttowertschöpfung. Diese Innovationskraft trage wesentlich zum Fortschritt im Klimaschutz bei.
Emissionshandel als marktbasiertes Instrument
Der Kanzler erläuterte, dass die CO₂‑Bepreisung über den Emissionshandel ein marktbasiertes und technologieneutrales Instrument sei, das der Industrie den Übergang zur Klimaneutralität ermögliche, gleichzeitig aber die Wettbewerbsfähigkeit sicherstelle.
Hintergrund des Petersberger Klimadialogs
Der Petersberger Klimadialog wurde 2010 ins Leben gerufen, zunächst auf dem Petersberg bei Bonn. Seitdem findet er jährlich an wechselnden Orten statt und wird gemeinsam mit dem Land oder den Ländern organisiert, die die nächste Weltklimakonferenz leiten. Gastgeber des 17. Dialogs waren das Bundesumweltministerium zusammen mit der Türkei und Australien, die die Vorbereitung der nächsten COP31 koordinieren.
Verfügbarkeit der Rede
Die vollständige Rede des Kanzlers beim 17. Petersberger Klimadialog ist in englischer Sprache auf der Website der Bundesregierung einsehbar.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Bundesregierung, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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