International: Körperliche Aktivität zeigt keinen Einfluss auf Hirnvolumen und kognitive Leistung
In einer groß angelegten Beobachtungsstudie wurde untersucht, ob körperliche Aktivität mit kognitiven Funktionen und Hirnstruktur zusammenhängt. Die Analyse umfasste 2 576 Teilnehmer der LIFE‑Adult‑Studie und ergänzend 227 Teilnehmer mit accelerometerbasierter Messung.
Studienaufbau
Selbstangaben zu Gesamtkörperaktivität und moderater bis intensiver Aktivität wurden mit den Ergebnissen des Trail‑Making‑Tests (TMT‑A, TMT‑B), dem Hippocampusvolumen und dem Brain‑Age‑Gap‑Estimate (BrainAGE) korreliert.
Ergebnisse der Selbstberichte
Mehrere lineare Regressionsmodelle ergaben keinen signifikanten positiven Zusammenhang zwischen selbstberichteter Aktivität und dem Hippocampusvolumen, der Verarbeitungsgeschwindigkeit oder der exekutiven Funktion.
Ergebnisse der objektiven Messungen
Die objektiv gemessene Aktivität anhand von Beschleunigungssensoren zeigte ebenfalls keinen statistisch relevanten Einfluss auf die untersuchten Hirnparameter.
Interpretation der Kausalität
Pfadanalyse über den Beobachtungszeitraum deutete darauf hin, dass ein höherer BrainAGE‑Wert zu Beginn mit einer geringeren körperlichen Leistungsfähigkeit zu einem späteren Zeitpunkt assoziiert war, was auf mögliche umgekehrte Kausalität schließen lässt.
Altersbedingte Verzerrungen
Zusätzlich wurde ein altersabhängiger Verzerrungseffekt in den Selbstangaben festgestellt: Ältere Teilnehmer neigten dazu, ihr Aktivitätsniveau zu überschätzen.
Implikationen fĂĽr zukĂĽnftige Forschung
Die Autoren schließen, dass zukünftige Interventionen sich stärker auf die Aufklärung mittelalterlicher Erwachsener konzentrieren sollten, um Fehlwahrnehmungen zu reduzieren und tatsächliche Aktivitätssteigerungen zu fördern.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von eLife, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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