Eine aktuelle Studie hat kognitive Flexibilität, Impulsivität und Zwangsverhalten bei fünf unterschiedlichen Verhaltensgruppen verglichen. Die Untersuchung umfasste regelmäßige Glücksspieler, Käufer von Konsumgütern, Videospieler, Konsumenten pornografischer Inhalte sowie eine Kontrollgruppe ohne diese Aktivitäten.
Studienaufbau und Teilnehmergruppen
Die Forscher setzten das Probabilistic Reversal Learning Task (PRLT) ein, um die kognitive Flexibilität zu messen, und nutzten das UPPS-P‑Modell zur Erfassung verschiedener Dimensionen der Impulsivität. Zusätzlich wurden standardisierte Fragebögen zur Bewertung von Zwangsverhalten eingesetzt. Insgesamt wurden die fünf Gruppen mit vergleichbarer Stichprobengröße untersucht.
Ergebnisse zur Impulsivität und Zwangsverhalten
Die multivariate Analyse zeigte, dass die Käufergruppe in mehreren Domänen der Impulsivität und des Zwangsverhaltens höhere Werte erreichte als die übrigen Gruppen. Diese Unterschiede waren statistisch signifikant und deuten darauf hin, dass das Kaufverhalten mit ausgeprägteren impulsiven und zwanghaften Tendenzen einhergehen kann.
Leistung im Probabilistic Reversal Learning Task
Im Vergleich zu Videospielern und Konsumenten pornografischer Inhalte erzielte die Käufergruppe schlechtere Ergebnisse im PRLT. Dies weist auf eine relative Benachteiligung bei der Anpassung an wechselnde Belohnungsbedingungen hin, obwohl keine Unterschiede in den Lernmustern auf Trial‑Ebene festgestellt wurden.
Analyse der Phasen‑Gruppen‑Interaktionen
Ein Generalized Linear Mixed‑Effects‑Modell (GLME) ergab, dass die Interaktionen zwischen Testphasen und Gruppen insgesamt schwach ausfielen. Keiner der Kontraste bezüglich der Umkehrphasen zeigte signifikante Unterschiede zwischen den Gruppen, sodass der Aufwand zur Anpassung an Kontingenzwechsel für alle Gruppen ähnlich war.
Implikationen für Interventionen
Die Ergebnisse legen nahe, dass Impulsivität und Zwangsverhalten je nach Aktivität unterschiedlich ausgeprägt sein können. Dies könnte die Entwicklung personalisierter Interventionsstrategien unterstützen, die sowohl die spezifische Verhaltensweise als auch die zugrunde liegenden kognitiven Defizite berücksichtigen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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