In einer retrospektiven Untersuchung von 226 Augen wurde festgestellt, dass ein einwöchiges postoperative Regime aus topischem Bromfenac 0,1 % zweimal täglich kombiniert mit Prednisonacetat 1 % die Zunahme der Makulathicke und die Inzidenz eines optisch kohärenten Tomographie‑definierten pseudophaken zystoidalen Makulaödems (PCME) im Vergleich zur alleinigen Kortikosteroid‑Therapie signifikant senkt.
Studienaufbau
Die Patienten, die eine komplikationsfreie Phakoemulsifikation erhalten hatten, wurden in zwei Gruppen eingeteilt: Gruppe A (n = 158) erhielt Bromfenac 0,1 % zweimal täglich zusätzlich zu Prednisonacetat 1 % entweder sechs‑mal täglich oder alle zwei Stunden während der Wachzeit; Gruppe B (n = 68) erhielt ausschließlich Prednisonacetat nach demselben Dosierungsschema. Die zentrale subfeld Makulathicke (CSMT) wurde präoperativ und in der fünften postoperativen Woche mittels Spectral‑Domain‑Optischer Kohärenztomographie gemessen.
Makula‑Dickenveränderungen
Die absoluten und relativen CSMT‑Veränderungen waren in Gruppe A mit 13,3 ± 13,0 µm bzw. 5,6 ± 5,3 % deutlich kleiner als in Gruppe B, wo Werte von 27,0 ± 33,7 µm und 11,2 ± 14,3 % gemessen wurden (p = 0,002).
Inzidenz von PCME
Das Auftreten eines OCT‑definierten PCME war in Gruppe A mit 5,1 % gegenüber 16,2 % in Gruppe B reduziert (Odds Ratio = 0,28; 95 %‑Konfidenzintervall 0,11–0,72; p = 0,006). Unter den Augen, bei denen ein PCME auftrat, betrug die mittlere Zunahme der CSMT 38,5 µm in Gruppe A gegenüber 80,0 µm in Gruppe B (p = 0,031).
Untergruppenanalyse der Kortikosteroid‑Dosis
Innerhalb der Kombinationsgruppe zeigte die Untergruppe, die Prednisonacetat alle zwei Stunden erhielt, eine niedrigere PCME‑Inzidenz (2,0 %) im Vergleich zur Untergruppe mit sechs‑mal‑täglicher Dosierung (10,0 %). Das resultierende Odds Ratio lag bei 0,19 (95 %‑KI 0,04–0,79; p = 0,054), was jedoch statistisch nicht eindeutig signifikant war.
Schlussfolgerungen
Die Ergebnisse legen nahe, dass ein einwöchiges Regime aus topischem Bromfenac kombiniert mit einem Kortikosteroid nach Kataraktoperation zu einer geringeren postoperativen Makulathickenzunahme und zu einer niedrigeren Inzidenz von PCME führt, verglichen mit einer Monotherapie mit Kortikosteroid. Diese Daten könnten für die postoperative Behandlungspraxis von Bedeutung sein.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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