Ein kürzlich beobachteter Ausbruch des Kometen 220P hat dessen Sichtbarkeit dramatisch erhöht und ermöglicht Beobachtungen bereits mit Ferngläsern. Der Helligkeitsanstieg beträgt etwa das 20.000‑fache des üblichen Niveaus, sodass Amateurastronomen das Objekt nun leichter erfassen können.
Unerwartete Helligkeitssteigerung
Der periodische Komet 220P/McNaught ist normalerweise nur mit Teleskopen zu sehen. Im laufenden Jahr traten zwei überraschende Ausbrüche auf, die zu der genannten Helligkeitssteigerung führten. Die Messungen zeigen, dass das Leuchten des Kometenkerns in einem intensiven Grünton erscheint.
Beobachtung aus Südafrika
Das aktuelle Langzeitfoto wurde vor zehn Tagen von einer Beobachtungsstation in Südafrika aufgenommen. Das Bild zeigt den hellen, grünen Kopf des Kometen sowie einen kurzen Staubschweif, der in Richtung der Sonne weist. Der Bildaufbau erforderte mehrere Stunden Belichtungszeit, um die schwachen Strukturen des Schweifs einzufangen.
Umlaufbahn und kommende Nähe zur Erde
Der Komet umkreist die Sonne in einer Bahn zwischen Mars und Jupiter und hat eine Umlaufzeit von über fünf Jahren. Im Oktober wird er etwa eine Erdsonnen‑Entfernung von der Erde passieren, woraufhin ein rasches Abklingen der Helligkeit erwartet wird, da er in den ferneren Teil seiner Bahn zurückkehrt.
Mögliche Ursachen des Ausbruchs
Wissenschaftler vermuten, dass das plötzliche Leuchten durch das Freisetzen von angesammeltem Untergrundgas oder innere Kometen‑Erdbeben verursacht werden könnte. Bisher gibt es jedoch keine definitive Erklärung, und weitere Beobachtungen sind geplant, um das Phänomen besser zu verstehen.
Bedeutung für die Forschung
Der Ausbruch liefert wertvolle Daten über die Aktivität von Kometen, insbesondere über Prozesse, die zu schnellen Helligkeitsveränderungen führen. Durch die verbesserte Sichtbarkeit können sowohl professionelle Astronomen als auch Hobbybeobachter das Objekt detaillierter verfolgen und zur Modellierung künftiger Kometenaktivitäten beitragen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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