Für das Jahr 2027 stellt die Europäische Kommission einen neuen Plan für die Fischereimöglichkeiten in der Ostsee vor, der am 24. August 2026 in Brüssel vorgestellt wurde. Der Vorschlag beinhaltet konkrete Fangquoten und Maßnahmen zur nachhaltigen Nutzung der Bestände.
Hintergrund
Der Plan folgt auf mehrjährige Bewertungen der Bestände von Dorsch, Hering und anderen Schlüsselarten, die von der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) regelmäßig geprüft werden. Ziel sei es, die langfristige Erholung überfischter Bestände zu sichern und gleichzeitig die wirtschaftliche Stabilität der Fischereiwirtschaft zu unterstützen.
Vorgeschlagene Maßnahmen
Zu den Kernpunkten gehören reduzierte Fangquoten für überfischte Arten, saisonale Sperrzeiten in besonders sensiblen Gebieten und die Einführung von Beobachtungsprogrammen, die die Einhaltung der Quoten kontrollieren sollen. Zusätzlich sollen Anreize für den Einsatz von selektiven Fanggeräten geschaffen werden, um Beifang zu minimieren.
Reaktionen der Mitgliedstaaten
Einige Mitgliedstaaten haben den Vorschlag begrüßt und betont, dass er einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Ostsee leiste. Andere äußerten Bedenken hinsichtlich möglicher wirtschaftlicher Einbußen für ihre Fischereibetriebe und fordern weitere Konsultationen, um die Auswirkungen genauer zu prüfen.
Umweltaspekte
Umweltbehörden betonen, dass die vorgeschlagenen Quoten im Einklang mit den Zielen der EU-Meerestrategie stehen, die eine gesunde und produktive Meeresumwelt sichern soll. Wissenschaftliche Gutachten unterstützen die Notwendigkeit, die Fanggrenzen anzupassen, um die Biodiversität zu erhalten.
Weiteres Verfahren
Der Plan wird nun dem Rat und dem Europäischen Parlament zur Abstimmung vorgelegt. Nach der Annahme soll er ab dem 1. Januar 2027 in Kraft treten, wobei die Mitgliedstaaten verpflichtet sind, die festgelegten Quoten in ihren nationalen Fischereiregelungen zu verankern.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Europäische Kommission, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Europäische Union). Enthält Informationen von Organen der Europäischen Union.
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