International: Experten erneuern Verpflichtungen fĂĽr schwere nichtĂĽbertragbare Krankheiten in Afrika
Die dritte Internationale Konferenz zu PEN‑Plus in Afrika (ICPPA 2026) wurde vom 23. bis 25. Juni 2026 in Dar es Salaam, Tansania, abgehalten. Vertreter aus Gesundheit, Politik, Zivilgesellschaft und Betroffene aus dem gesamten Kontinent bekräftigten ihre Absicht, die Versorgung von Menschen mit schweren nichtübertragbaren Krankheiten zu verbessern.
Die Teilnehmenden forderten stärkere politische Führung, höhere nationale Investitionen und einen erweiterten Zugang zu Prävention, Diagnostik, Therapie und Langzeitversorgung, insbesondere für kinderbezogene Erkrankungen wie Typ‑1‑Diabetes, rheumatische Herzkrankheiten, Sichelzellanämie und Krebs.
Das PEN‑Plus‑Modell, ein afrikanisch gefĂĽhrtes Konzept, soll fortgeschrittene Diagnostik und Behandlung näher an die Bevölkerung bringen, indem spezialisierte Leistungen auf erstklassige ĂśberweisungsÂkrankenhäuser dezentralisiert werden. Derzeit setzen zwanzig Länder der WHO‑Afrikaregion das Modell bereits um oder planen dessen EinfĂĽhrung.
Finanzierung und Partnerschaften
Die tansanische Regierung, das WHO‑Regionalbüro für Afrika und das NCDI Poverty Network organisierten die Konferenz gemeinsam mit Unterstützung des Leona M. und Harry B. Helmsley Charitable Trust. Vertreter betonten, dass nachhaltige Finanzierung und länderspezifisches Engagement entscheidend seien, um die angestrebten 2030‑Ziele zu erreichen.
Ausblick und nächste Schritte
Laut dem WHO‑Regionaldirektor für Afrika, Dr. Mohamed Janabi, könne die Skalierung von PEN‑Plus die Gesundheitssysteme stärken und die Versorgung von Menschen mit schweren NCDs deutlich verbessern. Die Teilnehmenden einigten sich darauf, die Zusammenarbeit zu vertiefen und die nationale Finanzierung von Prävention und Versorgung zu erhöhen.
Herausforderungen
Trotz Fortschritten verbleiben große Lücken, vor allem in ländlichen Gebieten, wo spezialisierte Diagnostik und Behandlung kaum verfügbar sind. Zusätzlich seien Risikofaktoren wie Tabakkonsum, schädlicher Alkoholkonsum, ungesunde Ernährung, körperliche Inaktivität und Luftverschmutzung weiter zu adressieren.
Die Konferenz schloss mit dem Appell, dass die Zeit zum Handeln jetzt sei, um bis 2030 die Gesundheitsziele zu erreichen und die Lebensqualität von Millionen Betroffener zu sichern.
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