Der wissenschaftliche Artikel „miR‑217 inhibits triple‑negative breast cancer cell growth, migration, and invasion through targeting KLF5“ wurde am 20. Juli 2026 in PLOS ONE veröffentlicht (DOI: 10.1371/journal.pone.0354115). Nach der Veröffentlichung wurden mehrere methodische und bildliche Unstimmigkeiten beanstandet, die zu einer offiziellen Korrektur fĂĽhrten.
Beanstandete Bilddaten und Zelllinien‑Problematik
Forscher wiesen darauf hin, dass das Bildmaterial in Abbildung 4A (Panel HCC1806 0 h) dem Panel HCC1937 0 h stark ähnelte. Zudem zeigte das Western‑Blot‑Signal für PTEN in den HCC1937‑Zellen, obwohl diese Zelllinie laut ATCC einen homozygoten PTEN‑Deletionsstatus besitzt. Diese Beobachtungen ließen auf mögliche Kontaminationen oder unspezifische Antikörper‑Signals schließen.
Antwort der Autoren und aktualisierte Abbildungen
Der korrespondierende Autor bestätigte den Bildfehler und ersetzte das fehlerhafte Panel durch das korrekte Originalbild. Das PTEN‑Signal wurde aus Abbildung 4D entfernt und die Legende entsprechend angepasst. Zusätzlich wurde die Beschriftung in Abbildung 1C von „pMIR‑reptor“ auf „pMIR‑REPORT“ korrigiert.
Statistische Methodik und Nachbesserungen
Im ursprünglichen Methoden‑Abschnitt wurde lediglich der Student‑t‑Test erwähnt, obwohl multivariate Analysen präsentiert wurden. Die Autoren erklärten nachträglich, dass für die jeweiligen Datensätze ein‑ und zweifaktorieller ANOVA‑Test durchgeführt wurde, gefolgt von post‑hoc‑t‑Tests. Die überarbeiteten Analysen bestätigten die ursprünglichen Schlussfolgerungen, dass miR‑217 das Zellwachstum hemmt und KLF5‑Re‑Expression die Proliferation teilweise wiederherstellt.
Bewertung durch statistischen Berater
Ein unabhängiger statistischer Berater prüfte die überarbeiteten Daten und wies darauf hin, dass unterschiedliche Tests in Abbildung 2B und 3B nun konsistent durch zweifaktorielle ANOVA erklärt werden. Die Verwendung von gepaarten t‑Tests in Abbildung 2C wurde als Block‑Design begründet, bei dem jede experimentelle Charge als gepaarte Einheit behandelt wurde.
VerfĂĽgbarkeit der Rohdaten
Entgegen der ursprünglichen Datenverfügbarkeits‑Erklärung wurden die Rohdaten zunächst nicht bereitgestellt. Die Autoren stellten schließlich die einzelnen Messwerte in Datei S3 zur Verfügung, die zusammen mit den aktualisierten Analysen dem Bericht beigefügt sind.
Fazit der Korrektur
Die Korrektur adressiert Bildfehler, unklare statistische Verfahren und fehlende Rohdaten. Nach Bewertung durch den statistischen Berater gelten die überarbeiteten Ergebnisse als ausreichend korrigiert, sodass die Hauptaussage des Artikels – die Rolle von miR‑217 als Regulator von KLF5 in triple‑negativem Brustkrebs – weiterhin gestützt wird.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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