Am 22. April 2026 wurde in PLOS ONE eine Korrektur zu einem Artikel veröffentlicht, in dem Forscher die kombinierte Wirkung von Lenalidomid und Zytokinen der IL‑2‑Familie auf natürliche Killerzellen (NK‑Zellen) untersucht hatten. Die Korrektur bezieht sich auf fehlende bzw. fehlerhafte Abbildungen und ergänzt die Daten zu Zellzyklus‑ und Proliferationsmessungen.
Hintergrund der Originalstudie
Die ursprüngliche Arbeit, veröffentlicht im März 2026, zeigte, dass die Zugabe von Lenalidomid zu IL‑2 oder IL‑15 die Expression aktivierender Rezeptoren sowie von Perforin und Granzyme in NK‑Zellen verstärkt. Die Untersuchung wurde mit der YT‑Zelllinie sowie primären NK‑Zellen von gesunden Spendern durchgeführt.
Methodik und zentrale Ergebnisse
Die Autoren maßen die Proliferation von YT‑Zellen über die Aufnahme von Tritium‑3H nach 1, 3, 5 und 7 Tagen in Gegenwart von 10 µM oder 20 µM Lenalidomid, mit oder ohne humanem rekombinantem IL‑2 (100 U/mL). Zusätzlich wurden Kombinationen mit IL‑15 getestet. Die Ergebnisse wurden als mittlere Counts per Minute (cpm) aus drei biologischen Replikaten angegeben.
Für primäre NK‑Zellen (n = 6) erfolgte eine Durchflusszytometrie‑Analyse des Propidium‑Iodid‑Färbungsprofils, um den Anteil der Zellen in den Phasen S, G1 und G2 zu bestimmen. Die Kombination von Lenalidomid und IL‑2 führte zu einer signifikanten Erhöhung des Anteils von Zellen in der S‑Phase, was auf verstärkte Zellteilung hinweist (p ≤ 0,05).
Korrekturinhalt
Die Korrektur weist darauf hin, dass die Abbildung 2 im Originalartikel fehlte und fälschlicherweise Daten von Abbildung 6 wiederholte. Die korrekte Abbildung 2 stellt die kombinierten Effekte von Lenalidomid und IL‑2 auf den NK‑Zellzyklus dar. Die ergänzten Daten bestätigen die im Text beschriebenen Trends.
Implikationen fĂĽr die Forschung
Die berichteten Befunde unterstützen die Idee, dass Lenalidomid als Immunmodulator in Kombination mit IL‑2‑Familienzytokinen die antitumorale Aktivität von NK‑Zellen potenziell steigern könnte. Weitere präklinische Studien sind erforderlich, um die klinische Relevanz zu prüfen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access).
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