Deutschland: Kosten der KI‑Software SPARK Workflow
Die Bundesregierung hat in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD‑Fraktion mitgeteilt, dass die Entwicklung der KI‑Software SPARK Workflow bislang rund 3,28 Millionen Euro gekostet hat.
Höhe der Ausgaben
Die Summe wurde im Jahr 2026 aus Mitteln des Klima‑ und Transformationsfonds finanziert.
Zweck und Funktionsweise
SPARK Workflow ist ein Assistenzsystem, das Planungs‑ und Genehmigungsverfahren unterstützen soll. Die Software strukturiert Antragsunterlagen, erkennt fehlende Dokumente, ordnet Stellungnahmen thematisch und bereitet den Abgleich mit geltendem Recht vor. Laut Bundesregierung ist bei umfangreichen Unterlagen mit einer deutlichen Zeitersparnis zu rechnen.
Einsatz und Ausdehnung
Derzeit wird das System im Fernstraßen‑Bundesamt des Bundesministeriums für Verkehr eingesetzt. Eine schrittweise Ausweitung auf weitere Behörden ist geplant, wobei die Auswahl von IT‑Dienstleistern, Serverstandorten und Betriebsmodellen bei den jeweiligen Einsatzstellen liegt.
Finanzierung und Entwicklungspartner
Personalkosten des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung fielen nicht an. Die Weiterentwicklung und der Betrieb besitzen noch keine validen Haushaltsplanungen. Die technische Umsetzung erfolgte durch PwC; Prüfungen wurden von ITZ‑Bund, CQSE und Accenture durchgeführt, die rechtliche Prüfung erfolgte durch KPMG Law.
Entscheidungsprozess und Offenheit
Die Bundesregierung betont, dass die fachliche Letztentscheidung bei den zuständigen Beschäftigten verbleibe. SPARK Workflow kann keine Verfahrensschritte autonom abschließen; alle Vorschläge der Software müssen von Menschen geprüft und bestätigt oder verworfen werden. Die Lösung wird als quelloffene Software bereitgestellt, sodass Bundes‑, Landes‑ und Kommunalbehörden die Module ohne erneuten Entwicklungsaufwand nutzen können.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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