Der Klima‑ und Transformationsfonds (KTF) des Bundes plant für das Haushaltsjahr 2027 Ausgaben in Höhe von rund 38,9 Milliarden Euro, womit er im Vergleich zum Vorjahr um etwa 4,1 Milliarden Euro höher liegt. Die Angaben stammen aus dem Wirtschaftsplan des Sondervermögens, der dem Einzelplan 60 des Regierungsentwurfs für den Bundeshaushalt 2027 beigefügt ist.
Finanzierung durch Emissionshandel
Die Einnahmen des KTF werden zu etwa 22,5 Milliarden Euro aus dem Emissionshandel generiert, was einen Anstieg von 1,6 Milliarden Euro gegenüber 2026 bedeutet. Davon entfallen rund 2,5 Milliarden Euro auf Erlöse aus der Versteigerung von Berechtigungen nach dem Treibhausgas‑Emissionshandelsgesetz, während etwa 20,0 Milliarden Euro aus dem nationalen und europäischen Brennstoff‑Emissionshandel stammen.
Verpflichtungsermächtigungen und Rücklagen
Für die kommenden Haushaltsjahre sind zusätzlich 37,2 Milliarden Euro als Verpflichtungsermächtigungen vorgesehen. Aus der Rücklage des Sondervermögens werden 6,4 Milliarden Euro entnommen, während 3,1 Milliarden Euro wieder in die Rücklage zurückgeführt werden. Die globale Minderausgabe steigt von rund 2,6 Milliarden Euro auf 4,4 Milliarden Euro.
Förderungen für Energieeffizienz und Gebäude
Der größte Einzelposten bleibt die Förderung von Maßnahmen zur Energieeffizienz und erneuerbaren Energien im Gebäudebereich mit 12,56 Milliarden Euro, was einem Plus von etwa 590 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr entspricht. Weitere rund 8,24 Milliarden Euro fließen in Einzelmaßnahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude.
Wasserstoff, Dekarbonisierung und CO₂‑Differenzverträge
Für den Wasserstoffeinsatz in der Industrie sind 1,62 Milliarden Euro vorgesehen, während die Umsetzung der Nationalen Wasserstoffstrategie auf 1,25 Milliarden Euro aufgestockt wird. Die Dekarbonisierung der Industrie erhält rund 664 Millionen Euro, und für CO₂‑Differenzverträge werden erstmals 100 Millionen Euro eingeplant, ergänzt durch eine langfristige Verpflichtungsermächtigung von 8,73 Milliarden Euro bis 2048.
Elektromobilität und Infrastruktur
Die sozial gestaffelte Förderung der Anschaffung elektrisch betriebener Fahrzeuge wird auf 803 Millionen Euro erhöht. Gleichzeitig sinkt die Förderung von Bussen mit alternativen Antrieben auf 130 Millionen Euro. Für den Ausbau von Tank‑ und Ladeinfrastruktur sind 1,63 Milliarden Euro vorgesehen.
Internationale Beiträge und Naturschutz
Ein neuer Titel für die „Tropical Forest Forever Facility“ (TFFF) beinhaltet 178,6 Millionen Euro sowie Verpflichtungsermächtigungen von 873,4 Millionen Euro. Deutschland plant einen Beitrag von einer Milliarde Euro zur COP‑30‑Fazilität in Brasilien. Für Investitionen zum Schutz des Klimas und der Biodiversität im Ausland sind 612 Millionen Euro vorgesehen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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