In einer randomisierten, verblindeten Studie wurden 66 erwachsene Patienten mit chronischem Myofaszialem Schmerzsyndrom des oberen Trapezius untersucht. Die Probanden erhielten entweder ein 15‑minütiges oder ein 10‑minütiges rPMS‑Protokoll einmal wöchentlich über vier Wochen, zusätzlich zu standardisierten Dehnübungen. Beide Gruppen zeigten signifikante Verbesserungen der Schmerzintensität, der Druckschmerzschwelle und der Nackenbehinderung; Unterschiede zwischen den Protokollen waren statistisch nicht signifikant.
Studienaufbau
Die Untersuchung wurde als single‑centre, assessor‑blinded randomisierte Studie mit 1:1‑Blockrandomisierung durchgeführt. Die Analyse erfolgte nach dem intention‑to‑treat‑Prinzip mittels linearer gemischter Modelle, die Gruppe, Zeitpunkt (Baseline, Woche 2, Woche 4) und die Interaktion Gruppe × Zeit berücksichtigten.
Teilnehmercharakteristik
Von 83 gescreenten Personen wurden 66 randomisiert (je 33 pro Gruppe). Eingeschlossen waren Patienten im Alter von 18 bis 55 Jahren, die seit mindestens drei Monaten an einem oberen Trapezius‑MPS litten und zu Studienbeginn einen Visual‑Analog‑Scale‑Wert von mindestens 4 aufwiesen. Die Ausgangswerte waren zwischen den Gruppen vergleichbar.
Interventionsdetails
Die rPMS‑Behandlung wurde einmal pro Woche über vier Wochen appliziert. Gruppe A erhielt ein 15‑minütiges Protokoll, Gruppe B ein 10‑minütiges Protokoll; beide Gruppen kombinierten die Magnetstimulation mit einem festgelegten Dehnungsprogramm.
Hauptergebnisse
Am Ende der vierten Woche sank der VAS‑Wert um 4,87 Punkte in Gruppe A und um 5,02 Punkte in Gruppe B. Der adjustierte Unterschied zwischen den Gruppen betrug –0,27 (95 %‑KI –0,95 bis 0,40; p = 0,43). Der durchschnittliche Anstieg der Druckschmerzschwelle betrug 2,51 kg/cm², der Unterschied zwischen den Gruppen 0,17 (95 %‑KI –0,70 bis 1,03; p = 0,71). Der NDI‑Score reduzierte sich um 9,15 Punkte, der zwischen‑Gruppen‑Unterschied –0,64 (95 %‑KI –3,29 bis 2,02; p = 0,64). Für alle Messgrößen zeigten die linearen gemischten Modelle einen signifikanten Zeiteffekt (p < 0,001).
Interpretation der Befunde
Die Forscher berichten, dass beide Behandlungsdauern zu kurzfristigen Verbesserungen von Schmerz, Druckschmerzschwelle und Nackenbehinderung führten. Da keine signifikanten Unterschiede zwischen den Protokollen festgestellt wurden, könnte das kürzere 10‑Minuten‑Protokoll als praktischere Option im klinischen Alltag betrachtet werden.
Studienregistrierung und Kontext
Die Studie wurde prospectiv im Thai Clinical Trials Registry registriert (Referenz TCTR20250929011). Die Veröffentlichung erschien in der Fachzeitschrift PLOS ONE.
Einschränkungen und Ausblick
Die Autoren weisen darauf hin, dass die Nachbeobachtungsdauer von vier Wochen kurz ist und die Stichprobengröße begrenzt sein könnte. Weitere Langzeitstudien seien notwendig, um die Nachhaltigkeit der Effekte zu prüfen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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