Ein Forscherteam hat die physiologischen und metabolischen Anforderungen von Lauftraining auf dem Laufband und im Freien verglichen, indem es Laufökonomie (RE), Sauerstoffkosten des Transports (O2‑COT) und Energiekosten (EC) bei trainierten Ausdauersportlern analysierte.
Studienaufbau und Probanden
Zwölf Läufer (Alter 21,3 ± 2,4 Jahre, Größe 176,2 ± 6,8 cm, Gewicht 67,8 ± 5,9 kg) absolvierten zunächst einen Rampentest zur Bestimmung der maximalen Sauerstoffaufnahme (V̇O2max). Anschließend führten sie identische Stufenprotokolle (8–15 km·h⁻¹, 3‑Minuten‑Etappen) sowohl auf einem Innenlaufband als auch auf einer 400‑m‑Außenstrecke durch.
Messmethodik
Die Atemgasanalyse erfolgte beat‑by‑beat und wurde über die letzten 60–90 Sekunden jeder Stufe gemittelt, um einen stationären V̇O2‑Wert zu erhalten. Die Daten wurden innerhalb der Probanden verglichen, um Unterschiede zwischen Feld‑ und Laufbandlauf über verschiedene Intensitätsbereiche hinweg zu beurteilen.
Hauptergebnisse – Laufökonomie
Die Laufökonomie war beim Überlandlauf signifikant höher (51,3 ± 2,2 vs. 49,6 ± 3,1 mL·kg⁻¹·min⁻¹; p‑FDR = 0,01), wobei die Abweichung vor allem bei Intensitäten zwischen 70 % und 100 % der zweiten ventilatorischen Schwelle (VT2) auftrat.
Hauptergebnisse – Sauerstoff‑ und Energiekosten
Die Sauerstoffkosten des Transports lagen im Feldlauf konstant über allen Intensitätsbereichen höher (204,2 ± 11,3 vs. 197,1 ± 12,3 mL·kg⁻¹·km⁻¹; p‑FDR ≤ 0,01) ohne signifikante Interaktion von Bedingung × Intensität. Die Energiekosten blieben ebenfalls höher beim Überlandlauf (3,87 ± 0,21 bis 4,60 ± 0,27 J·kg⁻¹·m⁻¹ vs. 3,65 ± 0,22 bis 4,10 ± 0,18 J·kg⁻¹·m⁻¹; p‑FDR < 0,001) mit einer signifikanten Bedingung × Intensität‑Interaktion (p = 0,045).
Stoffwechselantwort
Die Kohlenhydratoxidation war bei intensiven Belastungen nahe VT2 im Überlandlauf signifikant höher (p‑FDR = 0,02), was auf einen gesteigerten Energiebedarf hinweist.
Schlussfolgerungen
Die Ergebnisse legen nahe, dass die gängige 1 %‑Steigungskorrektur des Laufbands die energetischen Anforderungen des Überlandlaufs nicht vollständig abbildet. Dies hat Konsequenzen für die Bewertung von Leistungsdaten in Laborumgebungen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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