Kernzahlen aus dem Juli
Im Juli 2026 lag der Preis eines internationalen Warenkorbs aus Grundnahrungsmitteln laut Angaben der Ernährungs‑ und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) um ein Prozent über dem Stand im Vorjahr.
Einflussfaktoren
FAO‑Analysten führen den Anstieg vor allem auf anhaltende Hitzeperioden, das El‑Niño‑Phänomen und steigende Energiepreise zurück, die durch geopolitische Unsicherheiten weltweit befeuert werden.
Preisveränderungen im Detail
Der Zuckerpreis stieg im Juli um 5,6 Prozent, wobei Bedenken hinsichtlich anhaltender Hitze‑ und Trockenperioden in der Europäischen Union sowie in wichtigen asiatischen Produktionsländern genannt wurden. Getreidepreise erhöhten sich um 3,4 Prozent gegenüber Juni und lagen damit 6,9 Prozent über dem Juli‑2025‑Niveau. Weizen kostete 5,8 Prozent mehr, getrieben von anhaltenden Störungen beim Export über das Schwarze Meer infolge der russischen Invasion in der Ukraine. Der Maispreis wuchs um 3,6 Prozent, weil in Teilen der USA Hitze‑ und Trockenbedingungen herrschten und die Energiemärkte angesichts geopolitischer Spannungen fester wurden. Der Preisindex für pflanzliche Öle erreichte den höchsten Stand seit Juni 2022 und stieg um zwei Prozent, getrieben durch die Nachfrage des indonesischen Biodieselmarktes und höhere Rohölpreise. Während Soja‑Öl teurer wurde, fielen die Preise für Sonnenblumen‑ und Rapsöl.
Regionale Auswirkungen
Die anhaltenden Konflikte in der Ukraine beeinträchtigten die Black‑Sea‑Exportwege, was insbesondere die Weizenpreise nach oben trieb. Parallel dazu verschärften extreme Wetterlagen in den USA die Maispreise.
Situation in Malawi
UN‑unterstützte Experten für Ernährungssicherheit berichteten, dass Malawi trotz einer verbesserten Ernte im Saisonjahr 2025/26 noch immer von 1,9 Millionen Menschen in akuter Lebensmittelunsicherheit (Phase 3 von fünf) betroffen ist. Für die kommende Trockenzeit von Oktober 2026 bis März 2027 wird ein Anstieg auf 2,6 Millionen Menschen in kritischer Notlage prognostiziert, da hohe Lebensmittelpreise, Inflation und unterdurchschnittliche Ernten das Risiko erhöhen.
Ausblick
Die FAO warnt, dass die Lebensmittelinflation weiterhin über dem Niveau von 2025 liegt und dass anhaltende klimatische und geopolitische Unsicherheiten das Risiko von Hunger in vielen Regionen erhöhen. Experten fordern eine enge Beobachtung der Preisentwicklung und gezielte Maßnahmen zur Stabilisierung der Versorgung.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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