UN: Lebensrettende Gesundheitsversorgung erreicht Tausende in Jemen
Finanzierung und Reichweite
Dank der Finanzierung des UN‑KoordinationsbĂĽros fĂĽr humanitäre Hilfe (OCHA) ĂĽber den Jemen‑Humanitären Fonds konnte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Berichtszeitraum von Juli 2025 bis Juli 2026 die Gesundheitsversorgung in den vier schwer zugänglichen Bezirken Abyan, Al Bayda, Al Husha und Far’ Al Udayn ausbauen. Insgesamt profitierten mehr als 42 000 Personen, darunter intern vertriebene Familien, Personen mit chronischen Erkrankungen und Kinder, von den erweiterten Leistungen.
Notfallchirurgie
Im Rahmen des Programms fĂĽhrten WHO‑unterstĂĽtzte OP‑Teams zwischen August 2025 und Februar 2026 864 Notfalloperationen in Krankenhäusern von Al Bayda, Far’ Al Udayn und Lawdar durch – fast doppelt so viele wie ursprĂĽnglich geplant. Die Eingriffe retteten zahlreiche Leben und ermöglichten die Fortsetzung der medizinischen Versorgung trotz knapper Ressourcen.
Ausbruchskontrolle
Mit OCHA‑Mitteln wurden Gesundheitseinrichtungen mit Notfallmedikamenten, oralen Rehydratationssalzen, intravenösen Flüssigkeiten und Schnellreaktionskits ausgestattet. Gesundheitsteams führten 207 Feldmissionen zur Untersuchung von Verdachtsfällen, Kontaktverfolgung und Eindämmung von Krankheitsausbrüchen durch, was zur Reduktion größerer Epidemien beitrug.
Mutter‑ und Kindergesundheit
Das Projekt sicherte die Fortführung von Mutter‑ und Kindergesundheitsdiensten in zwei Krankenhäusern. Während des Berichtszeitraums wurden über 14 000 gynäkologische Konsultationen, mehr als 4 600 Vorsorgeuntersuchungen und über 12 000 kinderärztliche Konsultationen durchgeführt. Zudem unterstützten die Einrichtungen fast 2 700 Geburten, darunter Kaiserschnitte, ohne dass ein einziger Todesfall von schwangeren Personen verzeichnet wurde.
Versorgung chronischer Erkrankungen
Um die Kontinuität der Behandlung von Diabetes, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu gewährleisten, erhielt jede der vier Einrichtungen eine Lieferung essenzieller Medikamente. Insgesamt wurden über 5 200 Patienten behandelt, wodurch Unterbrechungen der Therapie vermieden wurden, die zu schweren Komplikationen führen könnten.
Aussagen des WHO‑Vertreters
Dr. Syed Jaffar Hussain, WHO‑Vertreter im Jemen, betonte, dass die OCHA‑Unterstützung über den Jemen‑Humanitären Fonds entscheidend sei, um den Zugang zu lebensrettenden Gesundheitsdiensten inmitten der anhaltenden humanitären Krise zu sichern. Er hob hervor, dass die Partnerschaft die Notfall‑ und Traumaversorgung, die Ausbruchskontrolle, die Mutter‑ und Kindergesundheit sowie die Versorgung chronisch Kranker gestärkt habe.
Ausblick und weitere BedĂĽrfnisse
Angesichts wachsender humanitärer Bedürfnisse im Land sei eine anhaltende internationale Unterstützung erforderlich, um die Versorgung vulnerabler Personen langfristig zu sichern. Die WHO fordert die Fortsetzung der Finanzierung, um die erreichten Fortschritte zu erhalten und weiter auszubauen.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
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