Eine Schwachstelle in der Open‑Source‑Bibliothek libssh kann von einem entfernten, anonymen Angreifer ausgenutzt werden, um einen Denial‑of‑Service‑Angriff (DoS) zu initiieren.
Hintergrund
Die Bibliothek libssh wird häufig zur Implementierung von SSH‑Clients und -Servern in verschiedenen Betriebssystemen und Netzwerkgeräten eingesetzt. Laut dem CERT‑Bund ermöglicht ein fehlerhafter Eingabemechanismus im Netzwerk‑Stack, dass fehlerhafte Pakete die Verarbeitung blockieren.
Betroffene Systeme
Nach Angaben des CERT‑Bund können alle Produkte, die libssh in Versionen vor dem veröffentlichten Fix nutzen, potenziell von der Schwachstelle betroffen sein. Dazu zählen unter anderem Server‑Applikationen, Embedded‑Geräte und Netzwerk‑Appliances.
Ausnutzungsmechanismus
Ein Angreifer muss lediglich speziell formatierte Daten an den betroffenen Dienst senden. Der Dienst reagiert dann mit einer Endlosschleife, wodurch die Ressourcen erschöpft werden und der Dienst nicht mehr erreichbar ist.
Empfehlungen des CERT‑Bund
Der CERT‑Bund rät Betreibern, unverzüglich auf die neueste libssh‑Version zu aktualisieren und, falls ein Update nicht sofort möglich ist, den betroffenen Dienst vor unautorisierten Zugriffen zu schützen, etwa durch Netzwerk‑Filtration.
Ausblick
Weitere Analysen sollen klären, ob zusätzliche Angriffspfade existieren. Der CERT‑Bund wird die Situation beobachten und bei Bedarf weitere Sicherheitshinweise veröffentlichen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von CERT-Bund, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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