Eine aktuelle Untersuchung von vier Lindera‑Arten in Südkorea zeigt, dass die für die Arten geeigneten Lebensräume unter den drei untersuchten Klimaszenarien (SSP1‑2.6, SSP3‑7.0, SSP5‑8.5) stark zurückgehen. Bereits jetzt lassen sich deutliche Nord‑ und Höhenverschiebungen erkennen, wobei die Gesamtfläche des geeigneten Klimas für die Arten um bis zu 91 % schrumpft.
Methodik
Die Forscher entwickelten ein Ensemble‑Modell aus sechs Verbreitungsalgorithmen, um die potenzielle Verteilung von L. obtusiloba, L. glauca, L. erythrocarpa und L. sericea zu prognostizieren. Die Modelle nutzten aktuelle Beobachtungsdaten und kombinierte Klimaprojektionen für die genannten SSP‑Szenarien.
Einfluss der Umweltvariablen
Unter den analysierten Umweltfaktoren erwiesen sich klimatische Größen als dominierend. Besonders die Temperatur‑Saisonalität (bio4) und die Niederschläge während der Wachstumsperiode (gsp) bestimmten die Eignung der Standorte.
Verschiebung der Lebensräume
Mit fortschreitender Erwärmung verlagern sich die geeigneten Zonen konsequent nach Norden und in höhere Lagen. Gleichzeitig gehen in den südlichen und zentralen Regionen Südkoreas große Flächen verloren, die bislang als Kernhabitate galten.
Artenbezogene Habitatverluste
Obwohl L. obtusiloba über ein relativ breites Verbreitungsgebiet verfügt, prognostizieren die Modelle einen Rückgang von 81 % der geeigneten Fläche. L. sericea, das stark lokalisiert ist, verliert laut Berechnungen sogar 91 % seines potenziellen Lebensraums und gilt damit als am stärksten gefährdet.
Ă–kologische Nischenentwicklung
Der Vergleich der ökologischen Nischen (Schoener’s D) zeigt für alle Szenarien einen Rückgang der Überlappung, was auf eine zunehmende Differenzierung der Arten hinweist.
Schlussfolgerungen fĂĽr den Naturschutz
Die Ergebnisse legen nahe, dass neben der reinen Flächenerhaltung klimastabile Refugien besonders wichtig sind. Der Schutz solcher Refugien sowie ergänzende Maßnahmen außerhalb natürlicher Habitate werden empfohlen, um das langfristige Überleben der Lindera‑Arten zu sichern.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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