Grundlegende Information
Eine im NetworkManager von Red Hat Enterprise Linux entdeckte Schwachstelle ermöglicht es einem lokalen Angreifer, seine Systemprivilegien zu erhöhen. Die Sicherheitslücke betrifft die Netzwerkverwaltungssoftware, die in vielen Server- und Desktop-Installationen zum Einsatz kommt.
Technische Einzelheiten
Die Fehlkonfiguration im NetworkManager erlaubt es einem Prozess mit unzureichenden Rechten, über einen fehlerhaften D-Bus‑Aufruf in den privilegierten Systemkontext zu wechseln. Der Angriff nutzt dabei keine Netzwerkverbindung, sondern erfolgt ausschließlich lokal auf dem betroffenen Rechner.
Betroffene Systeme
Laut Angaben von CERT‑Bund sind alle Versionen von Red Hat Enterprise Linux, die den betroffenen NetworkManager‑Code enthalten, potenziell gefährdet. Insbesondere Installationen, die den NetworkManager standardmäßig aktiviert haben, sollten die Warnung berücksichtigen.
Empfohlene Gegenmaßnahmen
Red Hat hat bereits ein Update bereitgestellt, das die fehlerhafte D‑Bus‑Schnittstelle korrigiert. Administratoren wird geraten, das Update unverzüglich zu installieren und die Systemkonfiguration zu überprüfen, um sicherzustellen, dass keine nicht autorisierten D‑Bus‑Aufrufe möglich sind.
Stellungnahme von CERT‑Bund
In einer Mitteilung betont CERT‑Bund, dass die Schwachstelle als kritisch eingestuft wird und ein schneller Handlungsbedarf besteht. Die Behörde empfiehlt, die Sicherheitsupdates innerhalb von 48 Stunden zu applizieren, um das Risiko einer Ausnutzung zu minimieren.
Hinweise für Systemadministratoren
Systemadministratoren sollten zusätzlich die Logdateien des NetworkManagers auf ungewöhnliche Aktivitäten prüfen und gegebenenfalls die Zugriffsrechte auf D‑Bus‑Objekte restriktiver konfigurieren. Ein regelmäßiger Patch‑Management‑Prozess reduziert die Anfälligkeit gegenüber ähnlichen Schwachstellen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von CERT-Bund, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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