Eine aktuelle Querschnittstudie aus Istanbul hat den Zusammenhang zwischen dem Besitz von Luftfritteusen, kulinarischen Fähigkeiten und der Einhaltung der mediterranen Ernährung untersucht. Dabei wurden 384 zusammenlebende Erwachsene befragt, von denen die Hälfte einen Luftfritteuse besaß.
Stichprobe und Erhebungsdesign
Die Teilnehmenden wurden nach dem Zufallsprinzip aus privaten Haushalten ausgewählt, wobei pro Haushalt nur ein Befragter erfasst wurde. Das Durchschnittsalter lag bei etwa 45 Jahren, und 50 % der Befragten waren weiblich. Die Datenerhebung erfolgte mittels standardisierter Fragebögen, die sowohl Koch‑ als auch Lebensmittelkompetenz erfassten.
Unterschiede zwischen Besitzern und Nicht‑Besitzern
Personen mit Luftfritteuse wiesen im Median eine höhere Bildungsdauer (14 Jahre) im Vergleich zu Nicht‑Besitzern (12 Jahre) auf und hatten ein niedrigeres Körpergewicht (BMI 25,7 kg/m² vs. 27,4 kg/m²). Beide Unterschiede waren statistisch signifikant (p < 0,001).
Kulinarische Fähigkeiten
Im Vergleich zu Nicht‑Besitzern erzielten Besitzer höhere Werte bei den getesteten Kochfähigkeiten (Durchschnittsdifferenz 4,25 Punkte, p = 0,028) und Lebensmittelkompetenz (Durchschnittsdifferenz 6,59 Punkte, p = 0,004). Frauen erzielten innerhalb beider Gruppen durchweg höhere Punktzahlen als Männer, jedoch blieb das Geschlecht im Regressionsmodell ein signifikanter Prädiktor.
Ernährungsqualität
Die Einhaltung der mediterranen Diät, gemessen mit dem MEDAS‑Score, zeigte keinen signifikanten Unterschied zwischen Besitzern und Nicht‑Besitzern. Höhere Scores korrelierten jedoch mit steigendem Alter (β = 0,049 pro Jahr, p < 0,001) und regelmäßiger körperlicher Aktivität (β = 1,873, p < 0,001). Männer, Personen mit niedrigerem Einkommen und regelmäßige Raucher hatten tendenziell niedrigere Scores.
Aufgabenteilung im Haushalt
Besitzer von Luftfritteusen berichteten häufiger über eine gleichmäßigere Aufgabenteilung mit dem Ehepartner bei Tätigkeiten wie Tischdecken, Zubereitung von Mahlzeiten und Abwasch. Diese Beobachtung deutet darauf hin, dass das Gerät potenziell die Zusammenarbeit in der Küche fördert.
Schlussfolgerungen
Die Ergebnisse legen nahe, dass der Besitz einer Luftfritteuse mit verbesserten Koch‑ und Lebensmittelfähigkeiten sowie einer ausgewogeneren Aufgabenteilung im Haushalt einhergeht, jedoch keinen direkten Einfluss auf die mediterrane Ernährungsqualität hat. Weitere Langzeitstudien wären erforderlich, um kausale Zusammenhänge zu prüfen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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