Ein Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Zeugen Jehovas wurde heute im Berliner Tiergarten feierlich eingeweiht. Der Staatsminister für Kultur und Medien, Wolfram Weimer, übergab das Denkmal an die Öffentlichkeit.
Hintergrund
Die Gedenkstätte soll einer bislang wenig beachteten Opfergruppe des Nationalsozialismus einen dauerhaften Erinnerungsort bieten. Sie soll das Bewusstsein für religiöse Verfolgung in dieser historischen Periode stärken.
Redebeiträge
Wolfram Weimer betonte: „Mit diesem Mahnmal erhält eine lange Zeit weniger bekannte Opfergruppe des Nationalsozialismus einen sichtbaren Ort des Erinnerns und Gedenkens. Damit setzen wir ein Zeichen für religiöse Toleranz und erinnern an Menschen, die sich in den 1930er Jahren – mit als Erste – dem totalitären Anspruch der Nationalsozialisten widersetzt haben.“
Teilnehmer
Bei der Zeremonie waren neben dem Künstler Matthias Leeck auch zahlreiche Angehörige der Opfergruppe sowie etwa 700 Gäste anwesend. Der Präsident des Deutschen Bundestages, Julia Klöckner, nahm ebenfalls teil.
Bedeutung für die Erinnerungskultur
Die Einweihung schließe laut den Organisatoren eine Lücke in der deutschen Erinnerungskultur, indem sie das Leiden und den Widerstand von Zeugen Jehovas sichtbar macht und damit das Prinzip religiöser Freiheit unterstreicht.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Bundesregierung, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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