Der NASA‑Rover Curiosity hat am 1. August 2026 (Sol 4968) eine steile Felswand in der Nähe einer vermuteten erosionalen Supersurface in Gale geklettert und dabei hochauflösende Bilder sowie chemische Messdaten aufgenommen. Die Aktion ermöglichte eine direkte Untersuchung des Übergangs von einer erosiven zu einer depositionalen Phase im Mars‑Sedimentations‑Register.
Steile Kletteraktion
Die Fahrt zum Gipfel endete mit einem Neigungswinkel von etwa 24 Grad, nahe dem bisherigen Rekord von 27 Grad für Kontakt‑Science‑Messungen. Der Rover nutzte dabei seine Roboter‑Arm‑Kinematik, um die Position für die nachfolgenden Analysen optimal auszurichten.
Geologische Zielregion
Die untersuchte Stelle, die im Blog als „Cerro Paine Grande“ bezeichnet wird, liegt direkt unterhalb einer potenziellen Supersurface, die einen Wechsel von netz‑erosiven zu netz‑depositionalen Bedingungen markiert. Solche Übergänge können Aufschluss über frühere Klima‑ und Umwelteinflüsse geben, etwa durch Wind‑ oder Wassererosion.
Eingesetzte Instrumente
Zur Dokumentation wurden das Mars Hand Lens Imager (MAHLI), das Mast‑Camera‑System (Mastcam) und die Right Navigation Camera (Navcam) eingesetzt. MAHLI lieferte Detailaufnahmen des „Longquimay“-Mosaiks, während Mastcam großformatige Stereo‑Mosaike und ein 360‑Grad‑Panorama erstellte. Die Navcam nahm ein Bild des Robot‑Arms in Aktion am 2. August 2026 (Sol 4972) um 00 : 49 : 52 UTC.
Messungen und Ergebnisse
Im Rahmen des Planungstages Sol 4968 wurden die Gesteinsblöcke „Puyehue“, „Lago Palena“ und „Piedras Juntas“ mit dem Alpha‑Particle‑X‑ray‑Spectrometer (APXS), MAHLI und dem ChemCam‑Laser‑Induced‑Breakdown‑Spectroscopy (LIBS) analysiert. Zusätzlich wurde das Sandtarget „Cormudesi“ vermessen, um die Homogenität der Sandzusammensetzung entlang der Rover‑Strecke zu prüfen. Auf dem Gipfel wurden die Oberflächen „Sierra de Sangre“ (hell) und „Laguna del Laja“ (dunkel) mit denselben Instrumenten untersucht, wodurch feinkörnige Sedimentstrukturen dokumentiert wurden.
Zusätzliche Beobachtungen
Langstrecken‑ChemCam‑RMI‑Mosaike erfassten weiter entfernte sedimentäre Strukturen, während reguläre Messungen des atmosphärischen Opazitäts‑Parameters und passive Sky‑Surveys die Konzentration von Spurengasen überwachten. Diese Daten ergänzen das Bild der gegenwärtigen Mars‑Umwelt.
Blick in die Zukunft
Das Team plant, die gewonnenen hochauflösenden Aufnahmen zu nutzen, um die Schichtfolge rund um die Supersurface weiter zu kartieren und mögliche fluviale oder aeolische Ursprünge der beobachteten Strukturen zu differenzieren. Die fortlaufende Analyse soll das Verständnis der klimatischen Entwicklung von Mars vertiefen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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