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Massive Sternhaufen lösen Gaswolken schneller auf als leichtere Cluster
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AI GENERATED 06.05.2026 • 13:15 Wissenschaft und Forschung

Massive Sternhaufen lösen Gaswolken schneller auf als leichtere Cluster

Ein internationales Forscherteam hat mit dem James‑Webb‑ und dem Hubble‑Weltraumteleskop fast 9 000 junge Sternhaufen in den Galaxien Messier 51, Messier 83, NGC 4449 und NGC 628 untersucht. Die Analyse zeigt, dass die massereichsten Haufen das umgebende Gas bereits nach rund fünf Millionen Jahren vollständig vertrieben haben, während weniger massive Haufen erst nach sieben bis acht Millionen Jahren sichtbar werden.

Studienumfang und Methodik

Im Rahmen des FEAST‑Beobachtungsprogramms (#1783) wurden Infrarot‑Aufnahmen von Webb genutzt, um die noch von Gas umhüllten jungen Haufen zu erfassen, und optische Aufnahmen von Hubble, um bereits freigelegte Haufen zu identifizieren. Aus den spektralen Daten ließen sich Masse und Alter jedes Haufens bestimmen.

Ergebnisse zu massereichen Sternhaufen

Die massereichsten Cluster haben ihre Gaswolken nach etwa fünf Millionen Jahren vollständig aufgelöst. Leichtere Cluster benötigen dafür sieben bis acht Millionen Jahre. Dieser Unterschied liefert neue quantitative Vorgaben für Modelle der Sternentstehung und des stellaren Feedbacks.

Bedeutung fĂĽr Sternentstehungstheorien

„Simulationen der Sternentstehung und des stellaren Feedbacks konnten bislang nicht reproduzieren, wie schnell Cluster ihre Geburtswolken verlassen“, erklärte Angela Adamo von der Stockholmer Universität. „Die vorliegenden Messungen setzen wichtige neue Grenzen für diese Prozesse.“

Auswirkungen auf Planetentstehung

Alex Pedrini, ebenfalls von der Stockholmer Universität, betonte, dass das rasche Entfernen von Gas die Umgebung von protoplanetaren Scheiben stärker mit ultraviolettem Licht durchflutet. Dadurch sinkt die Möglichkeit, dass sich Staub ansammelt und Planeten entstehen.

Rolle des James‑Webb‑Teleskops

Die ESA stellte den Startservice über Ariane 5, das Spektrograph‑Instrument NIRSpec und die Hälfte des Infrarot‑Instruments MIRI bereit. Webb ermöglicht damit das Durchdringen dichter Gaswolken und die direkte Beobachtung der frühesten Entwicklungsphasen von Sternhaufen.

Veröffentlichung

Die Ergebnisse wurden heute in der Fachzeitschrift Nature Astronomy veröffentlicht und bilden einen zentralen Beitrag des FEAST‑Programms.

Weiterer Kontext

Das Verständnis, wie Sternhaufen Feedback erzeugen und das galaktische Gas umverteilen, ist entscheidend für Modelle der galaktischen Evolution. Die vorliegenden Beobachtungen verbinden die Prozesse der Sternentstehung, des Feedbacks und der Planetengebung zu einem konsistenten Bild.

Dieser Bericht basiert auf Informationen von ESA, lizenziert unter Quelle beachten. Lizenzangabe konnte nicht eindeutig zugeordnet werden.

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