Hintergrund
Eine aktuelle Untersuchung liefert Erkenntnisse über die Auswahl von Steinwerkzeugen im Mittelsteinzeitalter. Die Analyse konzentriert sich auf die Sibhudu-Höhle im südlichen Afrika, wo eine lange und kontinuierliche Ablagerungsreihe entdeckt wurde. Ziel war es, Zusammenhänge zwischen den genutzten Rohmaterialien und den hergestellten Werkzeugformen zu identifizieren.
Methodik
Die Autoren Patrick Schmidt und Klaus G. Nickel haben die mechanischen Eigenschaften verschiedener Steinarten gemessen, die von Jägern und Sammlern an der Sibhudu-Stelle verarbeitet wurden. Dazu wurden standardisierte Prüfungen zur Bestimmung von Flächkraft, Bruchverhalten und Widerstandsfähigkeit durchgeführt. Jede Probe wurde hinsichtlich ihrer Eignung zum Abschlagen und zur Nutzung bewertet.
Ergebnisse – Materialvielfalt
Die Untersuchung zeigt, dass die an Sibhudu verwendeten Gesteine stark unterschiedliche Qualitäten aufweisen. Einige Materialien ließen sich leicht bearbeiten, erwiesen sich jedoch bei der Nutzung als schwach. Andere wiederum waren beim Abschlagen robust und blieben während des Gebrauchs widerstandsfähig.
Ergebnisse – Werkzeugkorrelation
Ein Vergleich mit dem Auftreten und Verschwinden verschiedener Werkzeugtypen verdeutlicht, dass Steine, die geringere Abschlagkräfte erforderten, häufiger nachbearbeitet wurden. Lange, schmale Produkte wie Klingen wurden überwiegend aus Gesteinen mit vorhersehbarem Bruchverhalten gefertigt, was auf ein gezieltes Verständnis der erforderlichen Bearbeitungsbedingungen hinweist.
Interpretation
Die Daten deuten darauf hin, dass die Bewohner der Höhle ein fundiertes Wissen über die physikalischen Eigenschaften von Gesteinen für unterschiedliche Bearbeitungsprozesse besaßen. Eigenschaften wie die Resistenz gegenüber Abstumpfung
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