Eine im August bis Dezember 2021 durchgeführte Befragung von Müttern in zwei öffentlichen Krankenhäusern im Norden Jordaniens ergab, dass 68,4 % der Befragten angemessene Maßnahmen im häuslichen Umgang mit Fieberkrämpfen ihres Kindes unter sechs Jahren anwandten. Höhere Kenntnisse und positivere Einstellungen der Mütter standen in signifikanter Beziehung zu besseren Praxiswerten und erklärten 27 % der Varianz.
Methodik
Die Studie nutzte ein querschnittliches, deskriptives Umfragedesign. Teilnehmende Mütter, die pädiatrische Ambulanz- oder Stationsaufnahmen besuchten, füllten einen strukturierten Fragebogen aus, der von Elbilgahy und Abd El Aziz (2018) entwickelt worden war. Die Daten wurden mit SPSS Version 26 ausgewertet; angewandt wurden deskriptive Statistiken, Pearson‑Korrelationsanalysen sowie eine rückwärts gerichtete multiple Regressionsanalyse.
Ergebnisse – korrekte Handlungen
Die Mehrheit der Mütter berichtete, das Kind in eine sichere Position zu bringen (86,9 %), die Anzeichen und Dauer des Anfalls zu erkennen (84,5 %) und die Körpertemperatur zu senken (85,7 %).
Ergebnisse – problematische Reaktionen
Dennoch gaben 61,9 % der Befragten an, in Panik zu geraten, und 23,8 % führten inadäquate Maßnahmen wie Herzdruckmassage durch.
Statistische Zusammenhänge
Die Regressionsanalyse zeigte, dass ein höheres Wissen der Mutter sowie positivere Einstellungen signifikant mit besseren Praxiswerten korrelierten, wobei diese beiden Faktoren 27 % der erklärten Varianz ausmachten.
Interpretation
Trotz einer insgesamt guten Handlungsrate bestehen deutliche Lücken bei kritischen Erstmaßnahmen, insbesondere im Umgang mit Panik und Fehlinterventionen.
Empfehlungen
Die Ergebnisse unterstreichen den Bedarf nach gezielten Bildungsprogrammen, die von Gesundheitsfachkräften entwickelt werden, um das Wissen und die Einstellung von Müttern zu stärken und damit das sichere Hausmanagement von Fieberkrämpfen zu fördern.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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