Mehrere Schwachstellen in dem Unix‑Archivierungswerkzeug cpio wurden identifiziert, die es einem entfernten Angreifer ermöglichen, Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen, einen Denial‑of‑Service (DoS) auszulösen oder Daten zu manipulieren. Nach Angaben von CERT‑Bund können die Lücken sowohl in älteren als auch in aktuellen Versionen des Werkzeugs auftreten.
Technische Details
cpio verarbeitet Archivdateien, die verschiedene Dateitypen und Metadaten enthalten. Die gemeldeten Schwachstellen betreffen die Verarbeitung von Symbolic‑Links, fehlerhaften Header‑Informationen und unzureichende Validierung von Eingabedaten. Durch speziell präparierte Archive kann ein Angreifer Speicherbereiche überschreiben oder unautorisierten Code ausführen.
Ausnutzungsweg
Ein Angreifer kann ein manipuliertes Archiv über Netzwerkdienste, automatisierte Skripte oder Dateiaustauschmechanismen an ein Zielsystem senden. Sobald das System das Archiv mit cpio entpackt, kann die Ausnutzung zu einem Systemabsturz führen oder dem Angreifer ermöglichen, Daten zu verändern.
Betroffene Systeme
Systeme, die cpio in Backup‑Lösungen, Paketverwaltung oder automatisierten Deployment‑Prozessen einsetzen, sind potenziell betroffen. Der Einsatz in sicherheitskritischen Umgebungen erhöht das Risiko von Serviceunterbrechungen und Datenintegritätsverlusten.
Empfohlene Gegenmaßnahmen
CERT‑Bund rät Administratoren, auf die aktuelle, gepatchte Version von cpio zu aktualisieren und gegebenenfalls nicht benötigte Installationen zu entfernen. Zusätzlich sollten Integritätsprüfungen von Archiven durchgeführt und die Ausführung von cpio in nicht vertrauenswürdigen Kontexten vermieden werden.
Weiterführende Informationen
Die vollständige Sicherheitsberatung ist auf der Website von CERT‑Bund unter der Kennung WID‑SEC‑2026‑2722 abrufbar. Bei Rückfragen können betroffene Organisationen den CERT‑Bund direkt kontaktieren.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von CERT-Bund, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
Ende der Uebertragung