Ein Sicherheitsbulletin des CERT-Bund warnt, dass ein entfernter Angreifer mehrere Schwachstellen im Internet Systems Consortium (ISC) BIND ausnutzen kann, um Sicherheitsmechanismen zu umgehen, Daten zu manipulieren, vertrauliche Informationen offenzulegen oder einen Denial-of-Service (DoS) auszulösen.
Technischer Hintergrund
Der Domain Name System (DNS)-Server BIND, der weltweit in vielen Infrastrukturen eingesetzt wird, weist in der aktuellen Version kritische Fehler im Umgang mit Anfragen und in der Speicherverwaltung auf. Die Schwachstellen betreffen sowohl den DNS-Resolver als auch den autoritativen Serverbetrieb.
Ausnutzbare Schwachstellen
Nach Angaben des CERT-Bund ermöglichen die Fehler einen kontrollierten Zugriff auf interne Datenstrukturen, das Einschleusen manipulierten DNS-Responses und das Erzwingen eines Systemabsturzes. Die Angriffspfade umfassen Buffer-Overflow- und Use-After-Free-Mechanismen.
Mögliche Folgen
Ein erfolgreicher Angriff kann zu einer Unterbrechung der Namensauflösung, zur Offenlegung von Konfigurationsdaten und zur Manipulation von DNS-Einträgen führen. Dadurch könnten Benutzer von gefälschten Websites umgeleitet oder Dienste komplett ausfallen.
Empfohlene Gegenmaßnahmen
Der CERT-Bund empfiehlt allen Betreibern, sofort auf die von ISC bereitgestellte Sicherheitspatch‑Version zu aktualisieren und betroffene Systeme zu überprüfen. Zusätzlich sollten Netzwerkfilter konfiguriert werden, um verdächtigen DNS‑Traffic zu blockieren.
Reaktion des Herstellers
Der Hersteller ISC hat in einer Stellungnahme bestätigt, dass ein Update verfügbar ist und arbeitet an einer langfristigen Lösung, um ähnliche Schwachstellen in zukünftigen Versionen zu vermeiden.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von CERT-Bund, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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