Der CERT-Bund hat in einer aktuellen Sicherheitsberatung mehrere Schwachstellen im Unix‑Archivprogramm cpio identifiziert, die von entfernten Angreifern ausgenutzt werden können, um Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen, einen Denial‑of‑Service auszulösen oder Daten zu manipulieren.
Betroffene Komponenten
Die Schwachstellen betreffen die Verarbeitung von Archivdateien, insbesondere die Handhabung von symbolischen Links und fehlerhafte Speicherzuweisungen. Durch die fehlerhafte Validierung können manipulierte Archive unvorhergesehene Aktionen ausführen.
Mögliche Folgen
Ein erfolgreicher Angriff kann zu einer Unterbrechung von Diensten führen, die Verfügbarkeit von Systemen beeinträchtigen oder die Integrität von gespeicherten Daten gefährden. In kritischen Infrastrukturen könnte dies zu erheblichen Betriebsstörungen führen.
Empfohlene Maßnahmen
Der CERT-Bund empfiehlt, alle betroffenen Systeme unverzüglich zu patchen und auf die aktuelle Version von cpio zu aktualisieren. Zusätzlich sollten Administratoren die Ausführung von cpio in unsicheren Umgebungen einschränken, bis ein Patch verfügbar ist.
Verbreitung und Update
Die betroffenen Komponenten sind in zahlreichen Linux‑Distributionen enthalten, die cpio standardmäßig bereitstellen. Die Beratung wurde im Jahr 2026 veröffentlicht und richtet sich an Betreiber von Servern und Arbeitsstationen, die das Programm einsetzen.
Weiterführende Informationen
Betroffene Organisationen können weitere Details und technische Hinweise beim CERT‑Bund anfordern. Die vollständige Sicherheitsberatung steht auf der offiziellen Website des BSI zum Download bereit.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von CERT-Bund, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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