Ein Angreifer kann mehrere Schwachstellen in Rockwell Automation FactoryTalk Historian Site Edition ausnutzen, um Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen, einen Denial-of-Service-Angriff zu starten und Daten zu manipulieren, wie das CERT‑Bund in der Sicherheitsberatung WID‑SEC‑2026‑1982 berichtet.
Details zu den Schwachstellen
Die Advisory beschreibt drei unabhängige Schwachstellen im Produkt, die jeweils unterschiedliche Angriffspfade ermöglichen. Alle Schwachstellen betreffen die Server‑Komponente der Historian‑Software und können ohne Authentifizierung aus der Ferne aktiviert werden.
Umgehung von Sicherheitsmechanismen
Durch Ausnutzung der ersten Schwachstelle lässt sich die Authentifizierungsprüfung umgehen, sodass ein Angreifer beliebige Befehle an das System senden kann. Dies eröffnet die Möglichkeit, weitere Systemfunktionen ohne Berechtigung zu steuern.
Denial-of-Service-Potenzial
Die zweite Schwachstelle ermöglicht das Senden speziell formatierter Anfragen, die den Dienst zum Absturz bringen. In einer produktiven Umgebung kann dies zu erheblichen Unterbrechungen der Datenaufzeichnung und -verarbeitung führen.
Datenmanipulation
Die dritte Schwachstelle erlaubt das Ändern gespeicherter Messwerte. Ein Angreifer könnte dadurch historische Produktionsdaten verfälschen, was Auswirkungen auf Qualitätskontrolle und betriebliche Entscheidungen haben kann.
Empfohlene GegenmaĂźnahmen
Das CERT‑Bund rät Administratoren, die von Rockwell Automation bereitgestellten Sicherheitspatches unverzüglich zu installieren, Netzwerksegmente zu isolieren und den Zugriff auf die Historian‑Schnittstelle streng zu überwachen. Zusätzlich sollten Logdateien auf verdächtige Aktivitäten geprüft werden.
Reaktion des Herstellers
Rockwell Automation hat die Schwachstellen bestätigt und angekündigt, dass die entsprechenden Updates bis Ende des Monats veröffentlicht werden. Der Hersteller empfiehlt Kunden, die aktuelle Version zu prüfen und die Patches nach Verfügbarkeit einzuspielen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von CERT-Bund, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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