Sonstige: Melanesische Länder schaffen größtes transnationale Meeresschutzgebiet
EinfĂĽhrung
Ein neues transnationales Schutzprojekt wurde im Mai 2026 während des ersten Melanesischen Ozean‑Summits in Port Moresby vorgestellt. Das Vorhaben soll ein zusammenhängendes Netz von Meeresschutzgebieten bilden, das mindestens sechs Millionen Quadratkilometer umfasst und damit das weltweit größte grenzüberschreitende Schutzgebiet werden könnte.
Netzwerk und Ziele
Das Netzwerk trägt den Namen Melanesian Ocean Corridor of Reserves (MOCOR) und verfolgt das Ziel, fragile marine Ökosysteme zu bewahren, die kulturellen und wirtschaftlichen Lebensgrundlagen der Küstengemeinden zu stärken und eine einheitliche Melanesische Stimme in der Ozean‑Governance zu etablieren.
Nationale Beiträge
Papua‑Neuguineas Western Manus Marine Protected Area soll mehr als 214.000 km² im Bismarck‑Meer umfassen – rund neun Prozent der ausschließlichen Wirtschaftszone des Landes. Vanuatu stellt für MOCOR 70.000 km² im Torba‑Nationalen Meeresschutzgebiet bereit, ein Gebiet von der Größe Irlands und etwa zehn Prozent seiner ausschließlichen Wirtschaftszone. Fiji hat zugesagt, 15 % seiner Gewässer in das Netzwerk einzubinden und plant, den Anteil in den nächsten fünf Jahren weiter auszubauen.
Politische Statements
Vanuatus Premier Jotham Napat betonte, dass man „nicht das Meer opfert, um es zu retten, sondern den Schutz über die Ausbeutung stellt“. Fidschi‑Premier Sitiveni Rabuka erinnerte die Anwesenden daran, dass die Verantwortung für die Meere nicht an nationalen Grenzen haltmachen solle.
Expertenmeinungen
Enric Sala, National Geographic Explorer in Residence, lobte das Vorhaben und wies darauf hin, dass die Führungskräfte Melanesias damit beabsichtigen, 30 % eines der artenreichsten marinen Gebiete der Erde zu schützen.
Zivilgesellschaftliche Reaktionen
Das Pacific Network on Globalization begrüßte MOCOR, forderte jedoch die Umsetzung verbindlicher nationaler Gesetze und erwog ein regionales Moratorium für Tiefseebergbau, um potenzielle Umweltschäden zu vermeiden.
Symbolischer Akt
Im Rahmen des Gipfels wurde eine „Message in a Bottle“ mit einem gemeinsamen Gelöbnis der pazifischen Völker platziert, das die Verbundenheit der Inseln mit dem Ozean betont und die Vision „Ein Volk – ein Ozean – eine Zukunft“ formuliert.
Ausblick
Die teilnehmenden Nationen haben vereinbart, sich in zwei Jahren erneut zu treffen, um Fortschritte zu prĂĽfen und das Schutznetz weiter auszubauen.
Bedeutung fĂĽr den Ozean
Durch die Schaffung des größten grenzüberschreitenden Meeresschutzgebiets könnten erhebliche Beiträge zum Erhalt der Biodiversität, zur Stärkung der Klimaanpassungsfähigkeit und zur Sicherung der Lebensgrundlagen von Küstengemeinschaften geleistet werden.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Global Voices, lizenziert unter Quelle beachten. Lizenzangabe konnte nicht eindeutig zugeordnet werden.
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