Fallzahlen und Trend
Fünfundfünfzig Länder der Region meldeten die genannten Fallzahlen, was den insgesamt rückläufigen Trend unterstreicht. Trotz des Rückgangs liegt die absolute Zahl der Fälle noch über dem Niveau, das seit dem Jahr 2000 in den meisten Jahren beobachtet wurde.
Ursachen des Rückgangs
Die WHO und UNICEF führen den Rückgang auf kombinierte Maßnahmen zurück, darunter gezielte Ausbruchsreaktionen und ein allmählicher Rückgang der Anfälligkeit in unterimpften Gemeinschaften. Experten betonen jedoch, dass die zugrunde liegenden Bedingungen, die frühere Resurgence begünstigten, weiterhin bestehen.
Fortbestehende Risiken
Regina De Dominicis, UNICEF-Regionaldirektor für Europa und Zentralasien, warnt, dass unzureichende Impfquoten und durch Fehlinformationen verstärkte Impfzurückhaltung das Risiko von Ausbrüchen aufrechterhalten. Hans Henri P. Kluge, WHO-Regionaldirektor für Europa, betont, dass das Virus weiterhin in 2026 nachgewiesen wird und dass über 200 000 Menschen in den letzten drei Jahren erkrankt sind.
Impfstoffwirksamkeit und Zielwerte
Zwei Dosen des Masernimpfstoffs bieten laut WHO bis zu 97 Prozent lebenslangen Schutz. Ein Impfungsgrad von 95 Prozent in jeder Gemeinschaft wird als notwendig erachtet, um Herdenimmunität zu erreichen und insbesondere Säuglinge sowie immungeschwächte Personen zu schützen.
Maßnahmen der internationalen Organisationen
UNICEF und WHO kooperieren mit Regierungen, Gavi, der Vaccine Alliance und der Europäischen Union, um Impfkampagnen zu unterstützen, Gesundheitspersonal zu schulen, Überwachungssysteme zu stärken und Aufklärungskampagnen gegen Fehlinformationen zu betreiben.
Ausblick
Experten betonen, dass nur ein konsequenter Ausbau der Impfquote, die Schließung von Immunitätslücken und eine schnelle Ausbruchsreaktion das Virus langfristig eindämmen können. Ohne diese Maßnahmen bleibt das Risiko für weitere Ausbrüche bestehen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von UN News, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
