USA: Meta‑Analyse zur Mortalität nach Damage‑Control‑Laparotomie in LMICs
Eine aktuelle Metaanalyse von Makhadi, Baloyi, Nweke und Moeng ermittelt, dass die Gesamtmortalität von Patienten, die in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen einer Damage‑Control‑Laparotomie (DCL) unterzogen wurden, bei 37,77 % liegt (95 %‑KI: 31,38 %–44,62 %).
Hintergrund
Damage‑Control‑Laparotomie gilt als etablierte lebensrettende MaĂźnahme fĂĽr schwer verletzte Patienten mit der tödlichen Triade aus UnterkĂĽhlung, Azidose und Koagulopathie. Während die Ergebnisse aus hoch‑einÂkommensÂstarken Ländern gut dokumentiert sind, fehlt ein umfassender Ăśberblick ĂĽber Daten aus Ländern mit niedrigerem und mittlerem Einkommen.
Methodik
Die Autorinnen und Autoren führten eine systematische Suche in PubMed, Scopus, Google Scholar, der Cochrane Library und African Journals Online für den Zeitraum Januar 2004 bis Februar 2026 durch. Eingeschlossen wurden retrospektive Studien, die Mortalitätsdaten nach DCL bei zivilen Traumapatienten in von der Weltbank klassifizierten LMICs berichteten. Die Daten wurden mittels eines DerSimonian‑Laird‑Random‑Effects‑Modells mit logit‑transformierten Anteilen zusammengefasst.
Ergebnisse
Insgesamt wurden zehn Studien aus fünf Ländern (Südafrika, Pakistan, Indien, Oman und Brasilien) mit 914 Patienten berücksichtigt. Sechs der zehn Studien (n = 704, 77,0 %) stammten aus Südafrika. Die gepoolte Mortalitätsrate betrug 37,77 % (95 %‑KI: 31,38 %–44,62 %) bei einer hohen Heterogenität (I² = 74,46 %).
Subgruppenanalyse
Eine Subgruppenanalyse zeigte, dass die Mortalität in den südafrikanischen Studien bei 31,61 % (95 %‑KI: 28,27 %–35,15 %, I² = 0,00 %) lag, während die nicht‑südafrikanischen LMIC‑Studien eine Mortalität von 53,62 % (95 %‑KI: 44,47 %–62,54 %, I² = 31,65 %) aufwiesen. Der Cochran‑Q‑Test für Subgruppendifferenzen ergab einen signifikanten Unterschied (Q = 14,23, df = 1, p < 0,001).
Interpretation und Ausblick
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Mortalität nach DCL in LMICs höher ist als in den meisten Berichten aus hoch‑einÂkommensÂstarken Ländern, wobei die Vergleichbarkeit durch unterschiedliche Patientenzusammensetzungen und Studiendesigns eingeschränkt ist. Die Autoren betonen die Notwendigkeit weiterer prospektiver, multizentrischer Studien mit standardisierten Ergebnisdefinitionen, um die Versorgung von Traumapatienten in diesen Settings zu optimieren.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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