Meta wurde von der Europäischen Kommission wegen Verstößen gegen das Digital Services Act vorgeworfen. Die Behörde hat am 29. April 2026 in Brüssel mitgeteilt, dass Instagram und Facebook nicht ausreichend Maßnahmen ergriffen haben, um die Risiken für Nutzer unter 13 Jahren zu erkennen, zu bewerten und zu mindern.
Hintergrund des Verfahrens
Der Digital Services Act verpflichtet Online-Plattformen, systematisch Risiken für besonders schutzbedürftige Gruppen zu identifizieren und geeignete Gegenmaßnahmen zu implementieren. Die Kommission prüft seit mehreren Monaten, ob Meta die Vorgaben in Bezug auf den Schutz von Kindern erfüllt.
Festgestellte Mängel
Laut Angaben der Kommission fehlt es bei Instagram und Facebook an wirksamen Altersverifikationsverfahren, sodass Minderjährige unter 13 Jahren ungehinderten Zugriff auf die Dienste haben. Darüber hinaus seien die Risikobewertungen unvollständig und die geplanten Schutzmaßnahmen nicht ausreichend umgesetzt worden.
Reaktion von Meta
Meta hat erklärt, die Vorwürfe ernst zu nehmen und bereits interne Audits durchzuführen. Das Unternehmen kündigte an, die Altersverifikation zu verbessern und zusätzliche Sicherheitsfeatures zu testen, um den Anforderungen der Behörde besser zu entsprechen.
Mögliche Konsequenzen
Die Kommission weist darauf hin, dass bei fortbestehendem Verstoß Sanktionen bis zu einer Geldbuße von bis zu 6 % des weltweiten Jahresumsatzes von Meta möglich sind. Die Behörde behält sich vor, weitere Prüfungen anzustoßen, um die Einhaltung zu überprüfen.
Weiteres Vorgehen
Die Europäische Kommission wird in den kommenden Wochen einen detaillierten Bericht veröffentlichen und Meta eine Frist setzen, um die festgestellten Defizite zu beheben. Der weitere Verlauf hängt von den eingereichten Maßnahmen und deren Wirksamkeit ab.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Europäische Kommission, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Europäische Union). Enthält Informationen von Organen der Europäischen Union.
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