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Methodische Definitionen beeinflussen Prävalenz von Multimorbidität, Mortalitätsrisiken bleiben robust
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AI GENERATED 13.06.2026 • 03:25 Wissenschaft und Forschung

Methodische Definitionen beeinflussen Prävalenz von Multimorbidität, Mortalitätsrisiken bleiben robust

USA: Multimorbidität in der UK Biobank – Prävalenz und Mortalitätsrisiken

Hintergrund und Zielsetzung

Eine Analyse von Daten des UK Biobank (474.397 Teilnehmende, Erhebung 2006‑2010) untersuchte, wie unterschiedliche methodische Definitionen von Multimorbidität die geschätzte Prävalenz und die Assoziation mit Gesundheitsprofilen sowie Mortalitätsrisiken beeinflussen. Ziel war es, sowohl zählbasierte Definitionen als auch ein clustering‑basiertes Verfahren zu vergleichen.

Datenbasis und Methodik

Sechs zählbasierte Definitionen unterschieden sich nach verwendeter Krankheitsliste (erweitert, am häufigsten, nach Organsystemen) und Schwelle (≥ 2 bzw. ≥ 3 Erkrankungen). Zusätzlich wurde eine Cluster‑Analyse durchgeführt, um Subtypen unter Personen mit mindestens zwei chronischen Erkrankungen zu identifizieren. Analysen erfolgten getrennt für Männer und Frauen und wurden um soziodemografische Merkmale sowie Body‑Mass‑Index kontrolliert.

Prävalenz je nach Definition

Die ermittelte Prävalenz von Multimorbidität variierte stark: Sie lag bei 1,0 % für das cluster‑basierte Verfahren und bei 35,3 % für die zählbasierte Definition mit der umfangreichsten Krankheitsliste. Definitionen mit mehr erfassten Erkrankungen führten zu höheren Prävalenzschätzungen.

Zusammenhang mit Gesundheitsparametern

Schwellenwerte von ≥ 3 Erkrankungen identifizierten Teilnehmende mit schlechteren Gesundheitsprofilen hinsichtlich Polypharmazie, Selbst‑Bewertung der Gesundheit, Frailty, Stürzen, Operationen und chronischen Schmerzen. Auch Blutmarker wie C‑reaktives Protein, Cystatin‑C, HDL, LDL‑Cholesterin und IGF‑1 zeigten ungünstigere Werte. Der Zusammenhang mit Mortalität war jedoch nicht durch höhere Schwellenwerte konsistent erhöht.

Mortalitätsrisiken

Die Odds‑Ratios für die 3‑Jahres‑Mortalität reichten von 1,44 [1,26; 1,64] bis 4,60 [3,73; 5,62] bei Männern und von 1,35 [1,07; 1,69] bis 3,83 [2,78; 5,14] bei Frauen, abhängig von der Definition. Für die 10‑Jahres‑Mortalität lagen die ORs zwischen 1,42 [1,34; 1,50] und 3,86 [3,46; 4,30] bei Männern sowie zwischen 1,29 [1,21; 1,39] und 3,33 [2,93; 3,77] bei Frauen. Das Clustering identifizierte Gruppen mit niedriger Prävalenz, aber hohem Mortalitätsrisiko.

Bedeutung und Limitationen

Die Ergebnisse zeigen, dass operative Definitionen die Prävalenzschätzung stark beeinflussen, während die Assoziation mit Mortalität über verschiedene zählbasierte Ansätze hinweg relativ stabil bleibt. Die Studie ist durch die selektive Beschaffenheit des UK‑Biobank‑Kohortes und die querschnittliche Erfassung mehrerer Gesundheitsindikatoren eingeschränkt.

Ausblick

Zukünftige translational‑medizinische Forschungen sollten darauf abzielen, Definitionen von Multimorbidität zu optimieren, um das klinische Management und die Gesundheitsergebnisse in der Praxis zu verbessern.Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS Medicine, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.

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