Migrationsbericht 2024: Nettozuwanderung um 35,1 % gesunken
Das Kabinett hat den Migrationsbericht 2024, erstellt vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), verabschiedet und an Bundestag sowie Bundesrat weitergeleitet. Der Bericht liefert umfassende statistische Grundlagen für politische Entscheidungen und informiert die Öffentlichkeit über aktuelle Migrationsentwicklungen.
Rückgang der Nettozuwanderung
Im Jahr 2024 betrug die Nettozuwanderung nach Deutschland 430.183 Personen, womit sie gegenüber dem Vorjahr um 35,1 % von 662.964 Personen zurückging.
Herkunftsländer der Zuwanderung
Die Ukraine blieb mit 221.570 Zuzügen (13,1 % aller Zuwanderer) das wichtigste Herkunftsland. Dahinter folgten Rumänien (173.563 Personen, 10,2 %) und die Türkei (88.690 Personen, 5,2 %).
Asylverfahren
2024 wurden 229.751 Asylerstanträge gestellt, was einem Rückgang von 30,2 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Davon machten 13.344 unbegleitete Minderjährige 5,8 % aller Erstanträge aus.
Erwerbsvisa und Aufenthaltstitel
Die Zahl der erteilten Visa zu Erwerbszwecken stieg um 9,2 % auf mehr als 172.000. Im Gegensatz dazu gingen die Aufenthaltstitel für Erwerbsmigration um 24,6 % auf 54.590 zurück. Hauptursprungsregionen für Erwerbsmigranten waren Indien, die Türkei, die USA und die Westbalkanstaaten.
Spätaussiedler
Der Zuzug von Spätaussiedlern und deren Familien sank 2024 auf 4.328 Personen, das Niveau von 2020. Die wichtigsten Herkunftsländer waren die Russische Föderation (2.397 Personen) und Kasachstan (1.549 Personen).
Bevölkerung mit Einwanderungsgeschichte
Auf Basis des Mikrozensus lebten im Jahr 2024 etwa 21,2 Millionen Menschen mit Einwanderungsgeschichte in Deutschland, was 25,6 % der Gesamtbevölkerung entspricht.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Bundesregierung, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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