Mikrobiota von Eltern, Muttermilch und Säuglingsdarm in kolumbianischer Studie beschrieben
USA: Mikrobiota von Eltern, Muttermilch und Säuglingsdarm in kolumbianischer Studie beschrieben
Eine Untersuchung von Forscherinnen und Forschern aus Kolumbien hat die mikrobiellen Gemeinschaften von Eltern, Muttermilch und Säuglingsdarm bei 30 gesunden, ausschließlich stillenden Elternpaaren im ersten Lebensquartal analysiert.
Studienaufbau
Im Rahmen einer Querschnittsstudie wurden insgesamt 90 Proben – je eine von mütterlichem Stuhl, Muttermilch und Säuglingsstuhl – mittels 16S‑rRNA‑Sequenzierung auf der Illumina‑Plattform ausgewertet, um bakterielle Zusammensetzung und Diversität zu bestimmen.
Mikrobiota des mütterlichen Darms
Die Analyse des mütterlichen Darms zeigte eine Dominanz von Subdoligranulum‑Arten, Akkermansia‑Arten, der Christensenellaceae‑R‑7‑Gruppe sowie Bacteroides‑Arten.
Mikrobiota der Muttermilch
In den Muttermilchproben standen vor allem Streptococcus‑Arten und Staphylococcus‑Arten im Vordergrund.
Mikrobiota des Säuglingsdarms
Der Säuglingsdarm wies überwiegend Escherichia‑Shigella‑Arten und Bifidobacterium‑Arten auf.
Gemeinsame ASVs und potenzielle Interaktionen
Insgesamt wurden 644 amplicon‑sequenz‑Varianten (ASVs) identifiziert, die in allen drei untersuchten Mikrobiota‑Umgebungen vorkamen, was mögliche mikrobiologische Wechselwirkungen entlang der mütterlich‑kindlichen Achse nahelegt.
Bedeutung für klinische Praxis
Die Ergebnisse liefern die erste umfassende Charakterisierung dieses mikrobiellen Netzwerks in einer kolumbianischen Population und könnten Ansatzpunkte für klinische und ernährungsbezogene Strategien zur Förderung der Gesundheit von Eltern‑Säuglings‑Dyaden bieten.
Ausblick auf weitere Forschung
Die Forscher betonen, dass zukünftige Studien weitere Einflussfaktoren, insbesondere ernährungsbezogene Variablen, berücksichtigen sollten, um deren Wirkung auf die Mikrobiota entlang der mütterlich‑kindlichen Achse genauer zu verstehen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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