Die humanitäre Lage in Afghanistan verschlechtert sich weiter, da laut einem Bericht der Vereinten Nationen etwa eine Million Kinder aktuell an schwerer akuter Unterernährung leiden.
Ausmaß der Krise
Insgesamt sind rund 3,7 Millionen Kinder vom Wasting betroffen, wobei 83 Prozent der Fälle bei Kindern unter zwei Jahren auftreten.
Ursachen der Verschärfung
Die Zunahme resultiere aus anhaltenden Dürreperioden, heftigen Regenfällen und Überschwemmungen, die durch das aktuelle El‑Niño‑Phänomen verstärkt werden, sowie aus regionalen Instabilitäten, die den Grenzhandel behindern.
Belastung der Gesundheitseinrichtungen
Krankenhäuser im Süden des Landes berichten von einer Überlastung, wobei für drei bis vier schwer unterernährte Kinder nur ein Bett zur Verfügung steht. Die Zahl der mit medizinischen Komplikationen aufgenommenen Fälle stieg von 6 000 im Juli 2025 auf 8 000 im Juli 2026.
Behandlungserfolge vor Ort
Ein UNICEF‑Vertreter, Tajudeen Oyewale, schilderte den Fall eines 9‑Monat‑Alters, das nach Aufnahme mit therapeutischer Milch stabilisiert werden konnte.
Finanzierungsdefizit
Die Finanzierung des Ernährungsprogramms erreichte bislang nur 22 Prozent der benötigten $180 Millionen, weil zahlreiche Hilfseinrichtungen geschlossen wurden.
Appell der UN‑Vertreter
Oyewale betonte, dass ein frühzeitiges Eingreifen nicht nur Leben rette, sondern auch kosteneffizienter sei als eine Behandlung im fortgeschrittenen Stadium.
Ausblick
Die Vereinten Nationen fordern eine sofortige Aufstockung der Mittel, um die Versorgung zu sichern und weitere Todesfälle zu verhindern.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Vereinte Nationen, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
Ende der Uebertragung