Methodik
Eine aktuelle Studie von Ming Lou, Shaomei Hu, Di Hu und Qing Zhang nutzt den Grounded‑Theory‑Ansatz, um anhand von Netztext‑Beschreibungen typischer Erlebnisse im chinesischen immateriellen Kulturerbe‑Tourismus ein theoretisches Modell zu entwickeln.
Theoretisches Modell
Die Analyse ergibt ein Modell mit vier Hauptkategorien – Grundbedingungen, Wahrnehmungsbewertung, persönliche Bedeutung und soziale Bedeutung – sowie fünfzehn zugehörigen Unterkategorien.
Grundbedingungen
Als Basis für tiefgreifende Erlebnisse werden professionelle Service‑Touchpoints, Innovation im Erlebnis‑Inhalt, Schaffung einer atmosphärischen Szene, Einsatz moderner Technologie und partizipative soziale Interaktion genannt.
Wahrnehmungsbewertung
Die Dimensionen der Wahrnehmungsbewertung umfassen das Gefühl von Teilnahme, Staunen, Immersion, Resonanz und Wertschätzung, die gemeinsam die Qualität des erlebten Moments beschreiben.
Persönliche Bedeutung
Auf individueller Ebene spiegeln kulturelle Kognition, Identität und Erinnerung die persönliche Bedeutung wider, die Besucher durch das tiefgreifende Erlebnis erlangen.
Soziale Bedeutung
Die Weitergabe und Bewahrung des immateriellen Kulturerbes stellen die soziale Bedeutung dar, indem das Erlebte zur Verbreitung und zum Erhalt des Kulturguts beiträgt.
Praktische Implikationen
Die Ergebnisse sollen chinesischen Tourismusbetreibern als Leitfaden dienen, um Produkte, Service‑Systeme und Szenarien zu optimieren und damit die Gesamterlebnisqualität im ICH‑Tourismus zu steigern.Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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