Monopolkommission empfiehlt Verkauf aller staatlicher Anteile an Deutsche Telekom
Hintergrund der Monopolkommission
Die Monopolkommission ist ein unabhängiges Beratungsgremium, das regelmäßig Marktanalysen erstellt und der Bundesregierung Handlungsempfehlungen zu Wettbewerbsfragen gibt.
Leitprinzip Infrastrukturwettbewerb
Im vorliegenden Gutachten wird der Glasfasermarkt besonders hervorgehoben. Die Kommission spricht sich für den Infrastrukturwettbewerb als vorrangiges Leitprinzip aus, um eine breitflächige Versorgung sicherzustellen.
Weiterhin wird gefordert, dass in Regionen, in denen künftig nur ein Glasfasernetz vorhanden ist, der Dienstewettbewerb regulatorisch abgesichert werden soll, um Monopolstellungen zu verhindern.
Reaktionen und nächste Schritte
Die Bundesregierung hat bislang keine offizielle Stellungnahme zu den Empfehlungen veröffentlicht.
Ein möglicher Verkauf der staatlichen Anteile könnte die Eigentümerstruktur der Deutschen Telekom verändern und potenziell neue Investitionen im Ausbau von Breitbandinfrastruktur anziehen.
Das Gutachten ist Teil der Unterrichtung, die dem Parlament zur Prüfung vorgelegt wird. Die Abgeordneten können daraufhin Beschlussvorschläge erarbeiten.
Bisher hält der Staat einen bedeutenden Anteil an der Deutschen Telekom, was im Kontext der europäischen Telekommunikationsmärkte regelmäßig diskutiert wird.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
Ende der Übertragung
