International: Motorradfahrer unterstützen Überwachung bei Ebola-Ausbruch im Kongo
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am Dienstag in Genf angekündigt, dass sie die Einbindung von Motorradfahrern in die Ebola‑Überwachung im Osten der Demokratischen Republik Kongo verstärken will. Die Maßnahme folgt auf einen Angriff auf ein Einsatzfahrzeug am Montag und soll die Meldung von Krankheitsverdachtsfällen sowie die sichere Beförderung von Patienten und Verstorbenen verbessern.
Gefahren für Einsatzkräfte
Der Angriff auf ein Ambulanzfahrzeug verdeutlicht die Risiken, denen das Personal bei der Bekämpfung des Bundibugyo‑Ebola‑Ausbruchs ausgesetzt ist. Laut WHO‑Tracker gab es seit Jahresbeginn 18 Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen, wobei sechs Menschen dabei starben. Vierzehn Vorfälle betrafen Einrichtungen, zwei den Krankentransport und 26 Angriffe richteten sich gegen Personal und Patienten.
Rolle der Motorradfahrer
Motorradfahrer, die regelmäßig Patienten und Leichname transportieren, sollen künftig als Überwachungs‑ und Reaktionsoffiziere fungieren. Sie erhalten Handwaschstationen und Desinfektionsmittel und werden angehalten, jede Beförderung eines Verdachtsfalls sofort an das Überwachungsteam zu melden, um eine schnelle Testung zu ermöglichen.
Ausbau der Behandlungskapazitäten
Parallel dazu plant die WHO, weitere 100 Epidemiologen in den betroffenen Gesundheitszonen einzusetzen und mehr als 500 Gemeindegesundheitsarbeiter für die Kontaktverfolgung zu mobilisieren. In den letzten zwei Wochen wurden rund 400 Betten in örtlichen Einrichtungen geschaffen, um die steigende Patientenzahl zu bewältigen.
Fortschritte bei Impfstoffen
Zum ersten Mal wurden zwei Impfstoffe, die speziell gegen das Bundibugyo‑Virus entwickelt wurden, in klinische Studien mit Menschen aufgenommen. Ein dritter Impfstoff, der in Tierversuchen Kreuzschutz zeigte, befindet sich in Vorbereitung für eine Phase‑III‑Studie.
Aktuelle Lage und Ausblick
Nach Angaben der kongolesischen Behörden sind seit dem Ausbruch am 15. Mai 2026 insgesamt 2 325 Menschen an Ebola gestorben, womit die Sterblichkeitsrate auf 46 % gestiegen ist. Die Zahl bestätigter Fälle hat die Marke von 5 000 überschritten und erstreckt sich nun auf sechs Provinzen, darunter Bas‑Uele. WHO‑Direktor Tedros betonte, dass neben Ebola weitere Gesundheitsprobleme wie Müttersterblichkeit und Malaria nicht vernachlässigt werden dürfen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von UN News, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
Ende der Uebertragung