Der Meteosat‑Third‑Generation‑Imager 2 (MTG‑I2) hat die vorgesehene geostationäre Umlaufbahn in 36 000 km Höhe erreicht und ist bereit, die Inbetriebnahmephase zu starten. Damit kann der Satellit in den kommenden Jahren Wetter‑ und Umweltdaten für Europa und Nordafrika bereitstellen.
Start und frühe Phase
Der Satellit startete am 27. August von der Weltraumbasis Kourou an Bord einer Ariane‑6‑Trägerrakete. Zwölf Tage später war die erste Missionsphase, das Launch‑and‑Early‑Orbit‑Phase (LEOP), erfolgreich abgeschlossen.
Bedeutung für die Wetterbeobachtung
MTG‑I2 ergänzt die bereits im Orbit befindlichen Satelliten MTG‑I1 (Imager) und MTG‑S1 (Sounder). Die kombinierte Beobachtung erhöht die Qualität, Menge und Frequenz von Wetter‑ und Klimadaten, was die Kurzfristvorhersage, die numerische Wettervorhersage und die Klimabeobachtung verbessert.
Aussagen von ESA‑Vertretern
Simonetta Cheli, Direktor der Erdbeobachtungsprogramme der ESA, erklärte: „Dies ist ein wichtiger Meilenstein für eine Mission von großer Bedeutung für Europa – sie wird einen echten Unterschied machen, wie wir extreme Wetterereignisse vorbereiten und darauf reagieren.“
Technische Abläufe
Nach der Trennung vom Ariane‑6‑Launcher wurden die Solarpaneele ausgefahren und die Kommunikationsverbindung über die Bodenstation Malindi (Kenia) hergestellt. Das Team führte mehrere Brennungen des Liquid‑Apogee‑Engines (LAE) durch, um den Satelliten exakt auf 3,5 ° Ost zu positionieren.
Unterstützung durch das LEOP‑Team
Ein Team von 40 Fachleuten im Telespazio‑Mission‑Control‑Centre in Fucino, unterstützt von Ingenieuren der Thales Alenia Space, OHB und ESA, überwachte die Flugdynamik, den Antrieb, die Lageregelung und weitere Systeme. Alex Palacios, Manager für Kommissionierung und Betrieb, bemerkte: „Die Ausdehnung der Solarpaneele war ein großer Moment, der zeigte, dass die Mission sicher ist, obwohl noch viel Arbeit bevorsteht.“
Übergabe an Eumetsat
Am 8. September wurde MTG‑I2 offiziell an Eumetsat übergeben, um die Inbetriebnahme zu beginnen. Das Kommissionierungsteam wird die Systeme aktivieren, prüfen und den Satelliten für den operativen Dienst vorbereiten.
Ausblick
Nach Abschluss der Inbetriebnahme soll MTG‑I2 bald Daten für europäische Nutzer bereitstellen und damit die Resilienz von Gemeinschaften gegenüber extremen Wetterlagen stärken.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von ESA, lizenziert unter Quelle beachten. Lizenzangabe konnte nicht eindeutig zugeordnet werden.
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