Am Donnerstag, den 27. August 2024, hebt die Europäische Weltraumorganisation (ESA) den dritten Satelliten der Meteosat‑Third‑Generation‑Imager‑Familie (MTG‑I2) mit der Ariane 6 vom Weltraumbahnhof in Kourou, Französisch‑Guayana, in den Orbit. Der Start erfolgt im Rahmen der Mission VA270 und wird um 22:10 CEST (17:10 Ortszeit) erwartet.
Satellit MTG‑I2 und seine Messinstrumente
MTG‑I2 vervollständigt die erste Familie der MTG‑Satelliten, die hochauflösende Bilddaten für die Wettervorhersage in Europa und Nordafrika liefern. Der Satellit trägt einen Lightning‑Imager, der kontinuierlich Blitzaktivitäten erfasst, sowie einen Flexible Combined Imager, der die gesamte Erdoberfläche innerhalb von zehn Minuten scannt und Europa sowie Nordafrika alle 2,5 Minuten abbildet.
Technische Daten und Einsatzmöglichkeiten
Der Flexible Combined Imager ermöglicht die schnelle Erfassung sich rasch entwickelnder Wettersysteme und unterstützt die zeitnahe Ausstellung von Wetterwarnungen. Die gewonnenen Daten verbessern insbesondere das Nowcasting schwerer Wetterereignisse und erweitern die Produktpalette der europäischen Wetterdienste.
Ariane 6: Startplattform und Missionsprofil
Der Start markiert den neunten Flug der schweren Trägerrakete Ariane 6. Die Rakete nutzt zwei P120C‑basierte Feststoffmotoren und bringt MTG‑I2 in eine geostationäre Transferumlaufbahn. Laut ESA ist dies die erste Mission, bei der Ariane 6 ein Ziel im geostationären Orbit ansteuert.
Live‑Übertragung und Zeitplan
Die Startverfolgung wird am 27. August um 21:42 CEST auf ESA WebTV und dem ESA‑YouTube‑Kanal beginnen. Das Launch‑Fenster erstreckt sich über 2,5 Stunden, wobei der erste Startversuch um 22:10 CEST geplant ist. Der Livestream umfasst Kommentare, Interviews und technische Updates bis zum Abschluss um etwa 22:57 CEST.
Bedeutung für die Wetterbeobachtung
Mit dem Abschluss der MTG‑Erstfamilie liefert ESA eine kontinuierliche, hochauflösende Beobachtung der Atmosphäre, die europäischen Wetterdiensten ermöglicht, präzisere Vorhersagen zu erstellen und schneller auf gefährliche Wetterlagen zu reagieren.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von ESA, lizenziert unter Quelle beachten. Lizenzangabe konnte nicht eindeutig zugeordnet werden.
Ende der Uebertragung