Der Meteosat‑Third‑Generation‑Imager‑2‑Satellit (MTG‑I2) befindet sich im Ariane‑6‑Fairing und soll am Donnerstagabend, dem 27. August, vom Weltraumbahnhof in Kourou, Französisch‑Guayana, in den Orbit gebracht werden.
Startvorbereitung
Die Kapselierung erfolgte, nachdem die beiden Hälften des Fairings fest zusammengefügt waren; das obere Segment wurde über den Satelliten gesenkt und anschließend auf die bereits vertikal stehende Trägerrakete gehoben. Der Mobile Gantry wird vor dem Countdown vom Startplatz zurückgezogen, sodass die Ariane‑6‑Trägerstufe mit ihrer Nutzlast bereitsteht.
Mission und Nutzen
MTG‑I2 ergänzt die erste MTG‑Satellitenfamilie und liefert hochauflösende Atmosphärenbilder über Europa und Nordafrika im Abstand von 2,5 Minuten. Durch die erhöhte Bildfrequenz können Wetterdienste, Notfallbehörden und weitere Nutzer frühzeitiger vor schweren Gewittern und Starkregen gewarnt werden.
Wirtschaftliche Bedeutung
Eine präzisere Vorhersage extremer Wetterlagen unterstützt Schlüsselbranchen wie Landwirtschaft, Verkehr, Versicherungen, Tourismus sowie die Infrastruktur‑ und Energieversorgung, die stark von Wetterbedingungen abhängen.
Ariane 6 Konfiguration
Der Start stellt den neunten Flug der europäischen Schwerlastrakete Ariane 6 dar. Für diese Mission ist die Rakete mit zwei P120C‑basierten Feststoffmotoren ausgestattet, um MTG‑I2 in eine geostationäre Transferumlaufbahn zu bringen. Es ist der erste Flug dieser Trägerrakete zu diesem Ziel.
Beteiligte Partner
Die drei MTG‑Satelliten wurden von der ESA entwickelt und von einem europäischen Konsortium unter Leitung von Thales Alenia Space gebaut, wobei OHB System in Deutschland und Leonardo in Italien Hauptpartner sind. Nach der Inbetriebnahme übernimmt EUMETSAT den Betrieb und die Verbreitung der wissenschaftlichen Daten.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von European Space Agency, lizenziert unter Quelle beachten. Lizenzangabe konnte nicht eindeutig zugeordnet werden.
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