International: Myat Moe Thu – Journalist in Myanmar’s Conflict Zones
Der Journalist Myat Moe Thu, Empfänger des Critical Voices Fellowship 2026, berichtet weiterhin aus den Grenzregionen zwischen den Bundesstaaten Shan und Kayah (Karenni) in Myanmar, obwohl er dabei wiederholt lebensbedrohlichen Gefahren ausgesetzt ist.
Weg in den Journalismus
Ursprünglich in der Marketingbranche tätig, wechselte er nach einer Anregung eines Medienvertreters in die Berichterstattung. Ohne genaue Vorstellung der Anforderungen entschied er sich, es zu versuchen, und entwickelte schnell eine Leidenschaft für das Erzählen von Geschichten und das Weitergeben von Informationen.
Berichterstattung aus dem Konfliktgebiet
Als freier Journalist dokumentiert er die Entwicklungen an der Front, etwa den Einsatz von Militärjets, die zwei 500‑Pfund‑Bomben auf ein ziviles Dorf abwarfen, und die anschließende Flucht der Bewohner. Trotz fehlender Schutzausrüstung und ohne Garantie für seine Sicherheit betritt er das Trümmerfeld, um die Ereignisse festzuhalten.
Ethik und Verantwortung
Er betont, dass Journalismus nicht das Einnehmen von Seiten bedeutet, sondern das genaue und respektvolle Schildern von Ereignissen, um die WĂĽrde der Betroffenen zu wahren. Ohne Berichterstattung, so seine Ansicht, verschwindet die Wahrheit.
Herausforderungen im Feld
Der Journalist sieht sich sowohl physischen Risiken als auch strukturellen Barrieren gegenüber. Traditionelle Rollenvorstellungen stellen das Feldreporting häufig als Männerarbeit dar, und praktische Bedingungen wie lange Reisen und enge Arbeitsräume mit männlichen Kolleg*innen (hier als „Kollegen“ bezeichnet) erfordern persönliche Kompromisse, die selten anerkannt werden.
Missverständnisse in der Bevölkerung
In vielen Gemeinden werden Journalisten mit Informanten oder Agenten verwechselt, was zu Misstrauen führt. Auch das persönliche Umfeld hat Schwierigkeiten, die Dringlichkeit seiner Arbeit nachzuvollziehen, was zu Isolation und Ablehnung führen kann.
Mentale Belastung und Motivation
Die anhaltende Konfrontation mit Gewalt und Unsicherheit führt zu Erschöpfung und Burnout‑Gefahr. Da Unterstützung vor Ort kaum verfügbar ist, bleibt ihm wenig Raum, Hilfe zu suchen. Dennoch treibt ihn die Überzeugung an, keine Reue zu empfinden, weil er das Richtige tut.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Global Voices, lizenziert unter Quelle beachten. Lizenzangabe konnte nicht eindeutig zugeordnet werden.
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