n‑Butanolfraktion von Ardisia villosa zeigt starkes Antikrebs‑Potential in Zellmodellen
Die n‑Butanolfraktion von Ardisia villosa zeigte in In‑vitro‑Tests eine dosisabhängige antiproliferative Wirkung gegen Brust‑ (MCF‑7) und Magen‑ (MKN45, AGS) Krebszelllinien. Gemessene IC50‑Werte lagen bei 60,2 µg/mL für MCF‑7, 85,2 µg/mL für MKN45 und 51,7 µg/mL für AGS.
Umfangreiche Phytochemische Analyse
Eine UPLC‑QToF‑MS‑Analyse in positiven und negativen ESI‑Modi identifizierte 118 potenzielle Verbindungen, darunter Flavonoide, Lignane, Alkaloide, Triterpenoide, Steroide, Coumarine und phenolische Säuren.
Beeinträchtigung von Tumorsphären und Migration
In AGS‑Zellen hemmte die Fraktion bereits bei 50 µg/mL die Bildung von 3‑D‑Tumorsphären signifikant (p < 0.001) und reduzierte die Zellmigration.
Induktion von zellulärer Seneszenz
Die Behandlung führte zu einer deutlichen Zunahme seneszenter Zellen (p < 0.01), was auf eine langfristige Wachstumshemmung hindeutet.
Auswirkungen auf den Zellzyklus
Gene, die für den Zellzyklus wichtig sind – CCND1, CCNE1, CDK2, CDK3, CDK4, CDK6, CDK8 und CDK9 – wurden herunterreguliert, während Tumorsuppressor‑ und Seneszenz‑Gene wie p21, p53, p16 und p27 hochreguliert wurden (p < 0.01).
Bestätigung durch molekulare Docking‑Studien
Computergestützte Docking‑Analysen zeigten starke Bindungsaffinitäten mehrerer Phytochemikalien zu den genannten Zellzyklus‑Regulatoren, was die experimentellen Befunde unterstützt.
Schlussfolgerung und Ausblick
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die n‑Butanolfraktion von Ardisia villosa ein vielversprechender natürlicher Ausgangsstoff für die Entwicklung neuer Antikrebsmittel sein könnte, insbesondere für die Behandlung von Magenkrebs.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.
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